07.12.2019 21:09 |

Schweizer zu stark

Feuz triumphiert, Kriechmayr fährt aufs Podest!

Österreichs Speedfahrer müssen weiter auf den ersten Weltcup-Sieg in der Abfahrt von Beaver Creek seit 2007 warten! „Kugel-Verteidiger“ Beat Feuz gewann am Samstag mit 0,41 Sekunden Vorsprung vor Vincent Kriechmayr und Johan Clarey (FRA), die vor Hannes Reichelt (+0,43) ex aequo Zweite wurden. Bevor es zu den ganz großen Jubelszenen im Ziel kam, wurde noch auf den Sieger des gestrigen Super-G, Marco Odermatt, gewartet, der erst mit Startnummer 62 ins Rennen ging - allerdings wäre das nicht notwendig gewesen, der junge Schweizer wurde nur 45. …

Für den Schweizer Feuz war es der zwölfte Weltcup-Sieg seiner Karriere, der neunte in dieser Disziplin - der Dritte des Auftaktrennens in Lake Louise landete damit zum 13. Mal in den vergangenen 15 Abfahrten auf dem Podest. Für Österreich schaute der erste Podest-Rang in der Abfahrt auf der „Birds of Prey“ seit 2013 (Reichelt/2.) heraus. Der Salzburger verfehlte das Podest dieses Mal nur um 0;02 Sekunden. Der bisher letzte ÖSV-Abfahrtssieg im einstigen „Wohnzimmer“ von Hermann Maier ist durch Michael Walchhofer schon zwölf Jahre her. Matthias Mayer verpatzte mit Startnummer eins das Rennen, behielt trotz Nullnummer (31.) aber die Führung im Gesamtweltcup, weil auch dem Südtiroler Dominik Paris ein Spitzenrang verwehrt blieb (11). Mayer liegt neun Punkte vor Kriechmayr und 17 vor Paris, in der Abfahrt setzte sich Feuz vor Kriechmayr und dem deutschen Lake-Louise-Sieger Thomas Dreßen in Front.

Feuz wiederholt seinen Vorjahressieg, auch 2018 hatte er auf verkürzter Strecke gewonnen. Wegen Windes im obersten Abschnitt fiel der Arbeitstag für die Abfahrer kürzer aus. „Ich bin kein Fan von verkürzten Abfahrten, aber das Flachstück ganz oben liegt anderen besser als mir“, sagte der Schweizer. „Ich mag den aggressiven Kunstschnee sehr gerne, die Piste gefällt mir mit den technischen Passagen gut.“ Kriechmayr beglich nach dem aus seiner Sicht verpatzten Super-G am Vortag (7.), über den er sich sehr ärgerte, seine Rechnung mit der „Birds of Prey“ und erklärte: „Heute habe ich versucht, mehr Gas zu geben.“ Es sei eine gute, aber nicht fehlerfreie Fahrt gewesen. „Im Mittelteil habe ich Fehler gemacht, der Rest war gut.“

Der 39-jährige Reichelt gestand, nach den Leistungen in Lake Louise (29. und 19.) und dem einzigen Beaver-Creek-Training (32.) auch schon etwas an sich gezweifelt zu haben. „Ich bin im Training wie ein Ski-Lehrer runtergefahren - in Schönheit gestorben. Da habe ich zu mir gesagt: Entweder du fängst wieder zum Rennfahren an, oder du lässt es. Heute war ich zufrieden, ich habe mich am Limit bewegt.“ Drittbester Österreicher wurde Christian Walder als 15., er erklärte „eine super Fahrt unten verhaut“ zu haben. „Die Top Ten wären möglich gewesen, aber das nehme ich mit nach Gröden, die Form stimmt.“

Das Ergebnis:
1. Beat Feuz (SUI) 1:12,98 Minuten
2. Vincent Kriechmayr (AUT) +0,41 Sekunden
2. Johan Clarey (FRA) +0,41
4. Hannes Reichelt (AUT) +0,43
5. Adrian Smiseth Sejersted (NOR) +0,44
6.
Ryan Cochran-Siegle (USA) +0,49
7. Aleksander Aamodt Kilde (NOR) +0,64
7. Dominik Schwaiger (GER) +0,64
9. Adrien Theaux (FRA) +0,87
9. Kjetil Jansrud (NOR) +0,87
11. Dominik Paris (ITA) +0,88
11. Matthieu Bailet (FRA) +0,88
13. Brodie Seger (CAN) +0,91
14. Mauro Caviezel (SUI) +0,95
15. Christian Walder (AUT) +0,96
16. Nils Allegre (FRA) +1,04
17. Steven Nyman (USA) +1,06
17. Carlo Janka (SUI) +1,06
19. Thomas Dreßen (GER) +1,10
20. Alexander Köll (SWE) +1,17
21. Max Franz (AUT) +1,18
22. Jared Goldberg (USA) +1,23
23. Urs Kryenbühl (SUI) +1,32
24.
Daniel Danklmaier (AUT) +1,33
25. Otmar Striedinger (AUT) +1,35
25. Christopher Neumayer (AUT) +1,35
27. Maxence Muzaton (FRA) +1,39
28. Niels Hintermann (SUI) +1,43
29. Romed Baumann (GER) +1,46
29. Nils Mani (SUI) +1,46
Weiters:
31. Matthias Mayer (AUT) +1,48

Ausgeschieden u.a.: James Crawford (CAN)

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