Aber Spitze gerettet

Bullen besiegen nach Tor-Wirbel auch Admira nicht

Red Bull Salzburg hat in der Bundesliga zum zweiten Mal in Folge nicht voll gepunktet. Nach dem Heim-2:2 gegen St. Pölten kam die Truppe von Chefcoach Jesse Marsch am Sonntag beim bisherigen Schlusslicht Admira über ein 1:1 nicht hinaus. Damit drohte dem Titelverteidiger im Falle eines LASK-Sieges gegen Rapid (0:4) sogar der erstmalige Verlust der Tabellenführung seit der 1. Runde (4. Platz). Wirbel gab es aber auch um den umstrittenen Treffer der Admira - war der Ball (siehe Foto oben) wirklich hinter der Linie?

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Vor 2.537 Zuschauern traf Sinan Bakis (16.) für den Außenseiter schon früh zum achten Mal in der laufenden Saison. Die Admiraner hatten dabei Glück, da der von Cican Stankovic parierte Ball laut TV-Bildern nicht mit vollem Umfang hinter der Linie war. Hwang Hee-chan (77.) bewahrte die Salzburger nach der Pause noch vor der ersten Saisonniederlage in der Meisterschaft. Salzburgs heiß umworbener Torjäger Erling Haaland blieb bei seinem Einsatz nach der Pause ohne Torerfolg, er hält nun nach 20 Pflichtspielen weiter bei 27 Toren. Wenige Tage nach dem mit einem 4:1 in Genk erkämpften „Gruppenfinale“ in der Champions League gegen Liverpool am 10. Dezember in Wals-Siezenheim gab es national keinen Grund zum Jubeln.

Marsch nahm im Vergleich zum Genk-Spiel nur zwei Änderungen vor. Stankovic gab nach überstandener Verletzungspause im Tor sein Comeback, Andre Ramalho ersetzte den geschonten Maximilian Wöber. Haaland saß wie in Belgien am Anfang nur auf der Bank. In der Anfangsphase nahm die Partie den gewohnten Lauf, die „Bullen“ dominierten das Geschehen, die Admiraner waren nur auf Defensive bedacht. Zur Seite stand den Hausherren dabei das nötige Glück.

Mega-Chance & Tor-Wirbel
Hwang Hee-chan zog an Goalie Andreas Leitner vorbei, schoss aber dem auf der Linie postierten Abwehrspieler Sebastian Bauer genau auf den Kopf, weshalb der Ball nicht im Tor landete (2.). Damit hatten die Admiraner ihr Glück noch nicht aufgebraucht, das war auch in der Offensive vorhanden. Einen Bakis-Kopfball nach Kerschbaum-Freistoß konnte Stankovic hinter der Linie parieren, das Tor hätte allerdings nicht zählen dürfen. Das Schiedsrichterteam um Rene Eisner entschied jedenfalls auf Tor. Das beflügelte die Hausherren, die plötzlich mutiger wurden, ohne allerdings weitere Gefahr auszustrahlen. Salzburg wirkte ideenlos und kam nur einmal dem Ausgleich sehr nahe. Bei einem Junuzovic-Freistoß über die Mauer rettete Kolja Pusch per Kopf für den geschlagenen Leitner (27.).

Aufholjagd
Zur Pause brachte Marsch den 19-jährigen Haaland, trotz dreier nomineller Spitzen und einer klar dominanten Spielweise blieb Salzburg aber über weite Strecken ungewohnt harmlos. Das änderte sich erst in der Schlussphase. Nach Minamino-Hereingabe glich Hwang mit einem Volleyschuss vom Fünfer aus. Einen Doppelschlag der Gäste verhinderte Leitner, der die einzige Großchance Haalands (78.) zunichtemachte und auch in der 94. Minute bei einer Doppelchance von Patson Daka und Takumi Minamino zweimal glänzend reagierte. Dadurch holte die Admira einen Punkt und übergab die „Rote Laterne“ an den punktgleichen SV Mattersburg.

FC Admira - Red Bull Salzburg 1:1 (1:0)
Maria Enzersdorf, BSFZ Arena
2.537 Zuschauer
SR Eisner

Tore:
1:0 (16.) Bakis
1:1 (77.) Hwang

Admira: Leitner - Menig, Bauer, Schösswendter (85. D. Toth), Aiwu, Lukacevic - Kerschbaum, Lackner, Hjulmand - Pusch (92. Kadlec) - Bakis (80. Paintsil)

Salzburg: C. Stankovic - Kristensen, Ramalho, Onguene (40. Pongracic), Ulmer - Mwepu (46. Haaland), Junuzovic, Minamino, Szoboszlai (67. Okugawa) - Daka, Hwang

Gelbe Karten: Schösswendter, Aiwu, Leitner bzw. Minamino

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