Neuer Griechen-Chef?

Medien: Verband sucht Nachfolger für Otto Rehhagel

Otto Rehhagel muss sich möglicherweise bald einen neuen Job suchen. Der griechische Fußball-Verband ist angeblich bei der Suche nach einem Nachfolger für den Nationaltrainer schon fündig geworden. Wie der gewöhnlich gut unterrichtete Nachrichtensender "Skai" am Montag berichtete, soll der Portugiese Fernando Santos den 71-Jährigen nach der WM beerben. Rehhagel, dessen Team bei der WM das Auftaktmatch der Gruppe B gegen Südkorea mit 0:2 verloren hat, will erst nach der WM über seine Zukunft entscheiden.

Noch vor einigen Wochen hieß es aus Verbandskreisen, man wolle Rehhagel ein neues Angebot zur Verlängerung des nach der WM auslaufenden Vertrags unterbreiten. Nicht zuletzt der schwache Auftritt gegen Südkorea könnte die Verbandsführung zum Umdenken veranlasst haben. In den Medien hatte es nach dem insgesamt vierten WM-Spiel ohne eigenes Tor harsche Kritik an der Elf und Rehhagel gegeben. Bei einer weiteren Niederlage am Donnerstag gegen Nigeria in Bloemfontein droht den Griechen bereits das WM-Aus.

Rehhagel, der in seiner deutschen Heimat mit Werder Bremen und dem 1. FC Kaiserslautern Meister wurde, ist seit 2001 griechischer Nationaltrainer. Er führte die Mannschaft 2004 überraschend zum Gewinn des EM-Titels in Portugal, verpasste aber die Qualifikation für die WM 2006 in Deutschland.

Fernando Santos verfügt über viel Erfahrung als Trainer in Griechenland. So war er bei Panathinaikos Athen (2002 bis 2003) und AEK Athen (2004 bis 2006) tätig. Zuletzt stand er drei Jahre bei PAOK Saloniki unter Vertrag, wo er im Mai seinen Abschied verkündete. Laut "Skai" ist der 55-Jährige in Athen bereist auf Wohnungssuche.

Rehhagel will Team umkrempeln
Für das zweite Gruppenspiel gegen Nigeria plant Rehhagel offenbar zahlreiche Veränderungen: Möglicherweise krempelt er die gesamte Defensive um. Sotirios Kyrgiakos, Sokratis Papastathopoulos, der zuletzt angeschlagene Evangelos Moras und Nikos Spiropoulos können sich Hoffnungen auf einen Platz in der Startelf machen. "Kritik ist gut, aber wir lassen uns nicht fertigmachen", sagte Torwart Michalis Sifakis am Montag im Trainingsquartier zur harschen Kritik in den Medien.

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