Wolner hatte von einem neutralen ÖFB-Funktionär, der Zeuge gewesen war, von der Verbalinjurie gegen Koubek erfahren. Dies hätte zu einer sofortigen Bestrafung Köllerers geführt, teilte Wolner am Freitag mit. Das Verhalten von Koubek sei nicht zu akzeptieren, allerdings habe sich der Kärntner durch sein langjähriges Antreten im Daviscup große Verdienste erworben, sodass dieser einmalige Vorfall mit Milde betrachtet werden könne. Wolner erklärte weiter, er habe die zwei Spieler zu einer Aussprache aufgefordert.
Entschuldigung nur bei Publikum und Team
Zuvor hatte sich der 33-jährige Koubek am Freitag in seinem Web-Tagebuch für die Attacke entschuldigt - nicht bei Köllerer, aber beim Publikum und seinem Team, das ja zunächst wegen der inzwischen aufgehobenen Sperre ohne ihn hätte auskommen müssen.
"Ich muss mich entschuldigen. Und zwar bei meinen Teamkollegen, beim Mannschaftsführer und beim Publikum. Ich hätte mich nicht so provozieren lassen dürfen. Was ich getan habe, das gehört nicht auf einen Tennisplatz", gestand Koubek. Gegenüber Köllerer will er sich aber nicht entschuldigen. "Was er sich wieder geleistet hat, war nach der ganzen Vorgeschichte von ihm einfach zuviel."
Einen eventuellen künftigen Daviscup-Einsatz mit Köllerer im Team wollte Koubek aber nicht ausschließen. "Ich werde mit dem Typen, der mich so provoziert hat, dass ich erstmals in meinem Leben handgreiflich geworden bin, nicht am Tisch sitzen und so tun, als wäre nie was gewesen. Aber für Österreich spielen? Ja. Auch wenn Köllerer im Team steht."
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