Held des Abends war Fernando Baiano. Der 31-jährige brasilianische Stürmer erzielte alle drei Tore, eines vor der Pause und zwei nach dem Wechsel. Für den Klub war es der vierte Titel nach 1999, 2001 und 2005, aber er war nicht so selbstverständlich, nachdem Al Wahda vor ein paar Jahren schon einmal mit elf Punkten Vorsprung die Tabelle angeführt hatte, aber im Finish alles noch verspielt hatte.
Dieses Titeltrauma wurde diesmal besiegt, da half dem als Favoriten in den Titelkampf gezogenen FC Al Jazira auch der 2:1-Heimsieg über Schlusslicht Ajman nichts mehr. Vor der letzten Runde, in der am 15. Mai die daheim in der Liga noch unbesiegten "Hicke"-Männer Al Nasr empfangen, beträgt der Vorsprung fünf Punkte. Al Wahda, seit 8. November in der Punkte-Kampagne in 15 Partien (14-1-0) ungeschlagen, brachte es bisher auf 18 Siege, ein Remis, 42:15 Tore und 55 Zähler.
"Wir haben heute wirklich wie ein Meister gespielt und uns den Sieg verdient", war Hickersberger mit der Leistung seiner Schützlinge zufrieden. Sie haben aus den jüngsten 15 Partien 43 von 45 möglichen Punkten geholt. Mit dem 2:1-Heimsieg über Titelrivale Al Jazira hat die Mannschaft, die nach dem Meisterstück mit einem Schiff auf eine der Stadt Abu Dhabi vorgelagerten Insel zum Feiern fuhr, die Tabellenführung seit dem 14. Februar nicht mehr abgegeben.
Drei Titel in drei Ländern
Damit hat Hickersberger mit drei verschiedenen Vereinen in drei verschiedenen Ländern seinen dritten Titel in diesem Jahrtausend eingefahren. 2002 triumphierte er mit Al-Etehad SC in Katar, 2005 in Österreich mit Rapid und nun mit Al Wahda in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Ob er in Abu Dhabi bleibt, ist noch nicht sicher. Fest steht derzeit lediglich, dass er nach Saisonende seinen Urlaub antreten wird.
Wer auch immer SSC Al Wahda betreuen wird, er wird mit seiner Mannschaft an der Vereins-WM vom 8. bis 18. Dezember in Abu Dhabi teilnehmen. Mit dem Titelgewinn ist der neue Meister aus der Stadt nämlich Gastgeber dieses Turniers, für das sich bisher CF Pachuca aus Mexiko (CONCACAF) und Hekari United aus Papua-Neuguinea (Ozeanien) qualifiziert haben.
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