31.08.2019 12:08 |

Prominente Hilfe

SPÖ will mit 300 Millionen € Kinderarmut bekämpfen

SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner heftet sich jetzt die Bekämpfung der Kinderarmut auf die Fahnen. Nach dem großen SPÖ-Wahlkampfauftakt am Freitagabend in Wien-Favoriten (siehe auch Video oben) präsentierte die rote Spitzenkandidatin am Samstag ein 300 Millionen Euro schweres Paket, das dafür sorgen soll, dass „Kinderarmut am Ende der kommenden Legislaturperiode kein großes Thema mehr ist“. Bei der Pressekonferenz konnte Rendi-Wagner auch einen PR-Coup landen: Nun hat sie ein Mitglied der Hörbiger-Dynastie an ihrer Seite.

Nach dem Wirbel um die Aussagen von Christiane Hörbiger in einem ÖVP-Video, wonach der Misstrauensantrag Rendi-Wagners gegen den damaligen Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) „verblödet“ gewesen sei, trat nun die Schwester Hörbigers, die langjährige Burgschauspielerin Elisabeth Orth, gemeinsam mit der SPÖ-Vorsitzenden auf.

Zu den Aussagen ihrer Schwester wollte Orth nichts sagen. Auf eine entsprechende Frage meinte sie bloß: „Sie kommen um die Frage nicht herum, ich schon.“ Vielmehr war die Schauspielerin daran interessiert, den Politikern ins Gewissen zu reden, Geld in die Hand zu nehmen, weil 324.000 Kinder armutsgefährdet seien. „Fridays For Future“ sei zu wenig, es müsse „Everyday for Future“ heißen, so Orth.

Kindergrundsicherung als „Vision“ Rendi-Wagners
Was Orth ebenso wie der gleichsam anwesende Alt-Bundespräsident Heinz Fischer unterstützen würde, ist eine Kindergrundsicherung. Die ist auch die „Vision“ Rendi-Wagners und soll in der kommenden Legislaturperiode erarbeitet werden. Fischer sprach davon, dass eine erfolgreiche Bekämpfung der Kinderarmut die Entwicklung der gesamten Gesellschaft auf entscheidende Weise positiv beeinflussen könne.

Der SPÖ-Chefin ist die Sache nach eigenen Angaben nicht nur im Wahlkampf ein besonderes Anliegen - die soziale Isolation von Kindern beginne demnach schon früh, etwa wenn sie aus Kostengründen keine Geburtstagseinladungen aussprechen oder nicht an Schulskikursen teilnehmen könnten. Sie selbst habe solche Situationen als Kind einer alleinerziehenden Mutter erlebt.

Startschulgeld-Verdoppelung, Gratis-Mittagessen etc.
300 Millionen Euro würden die Sozialdemokraten gerne für das Thema Kinderarmut einsetzen. So würde man etwa das Schulstartgeld auf 200 Euro verdoppeln. In den Schulen soll es gesundes Gratis-Mittagessen geben, dazu im Sinne der Gesundheitsförderung eine tägliche Turnstunde. Weiter auf der roten Agenda bleibt der Rechtsanspruch auf einen ganztägigen Kindergarten- und Schulplatz. Ferner im SPÖ-Plan enthalten sind eine Unterhaltsgarantie für Alleinerzieherinnen und ein Ausbau des Familienbonus.

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