21.08.2019 10:45 |

YouTuber protestieren

Kampfroboter-Videos wegen „Tierquälerei“ gelöscht

Weil der YouTube-Algorithmus sie fälschlicherweise als Tierkämpfe eingestuft hat, sind Hunderte Videos sogenannter Combat Robots gelöscht worden. Die Robo-Bastler, die ihre selbst konstruierten Maschinen in Arenen gegeneinander antreten lassen, protestieren.

„Heute ist ein trauriger Tag“, schreibt Jamison Go, Robotik-Experte am MIT, auf seiner Facebook-Seite. „Roboterbauer auf der ganzen Welt schrien vor Qual, als YouTubes Algorithmus fälschlicherweise persönliche Videos vom Robotersport als ‚Tierquälerei‘ und ‚Hahnenkampf‘ identifizierte. Heute habe ich neun Videos verloren, aber andere haben Hunderte oder mehr verloren.“

Dem Posting beigefügt ist ein Schreiben von YouTube, in dem das Videoportal das Löschen der Videos mit Verweis auf seine Community-Richtlinien begründet. In diesen heißt es, dass „Inhalte, die das absichtliche Herbeiführen von Tierleid oder zum Kämpfen gezwungene Tiere zeigen, nicht erlaubt sind“.

Videos nicht von Menschen überprüft
Viele YouTuber, die selbst in der sogenannten Combat-Robot-Szene aktiv sind, kritisieren, dass für die Löschung der Videos offensichtlich kein Mensch verantwortlich zeichnete. Dieser hätte auf Anhieb erkennen können, dass keinerlei Tier in die Roboterkämpfe involviert waren, wie es etwa in einem Video von „Maker’s Muse“ heißt.

„Rettet unseren Sport!“
Zur Rettung ihres Sports, wie es MIT-Forscher Jamison Go formuliert, rufen die Robo-Bastler daher nun YouTube dazu auf, die Löschung der Videos rückgängig zu machen. Diese seien ein „fantastisches Werkzeug“, um etwa Kinder und Jugendliche für Ingenieurswesen und Elektronik zu begeistern, so „Maker‘s Muse“.

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