Nußbach trauert:

Bergretter mussten Bekannten tot bergen

Oberösterreich
13.08.2019 07:01
Porträt von krone.at
Von krone.at
Der tragische Alpinunfall im Kremstal schockt die Bevölkerung. Für viele Bergretter war der Einsatz belastend, weil sie das Opfer persönlich kannten. „Meine Gedanken sind bei der Familie“, fühlt Bürgermeister Gerhard Gebeshuber mit. Raimund R. war heuer der erste im Sommer tödlich verunglückte Bergsteiger in OÖ.

„Der Einsatz war für viele Bergretter nicht einfach, da sie das Opfer persönlich kannten“, erklärt Stefan Redtenbach, Einsatzleiter der Bergrettung. Auch er kannte Raimund R. vom Sehen. In Nußbach trauert man um ein bekanntes Gemeindemitglied. „Er war eine ruhige, unauffällige und immer freundliche Person“, so Gerhard Gebeshuber, Bürgermeister von Nußbach. Der 56-Jährige war am BRG/BORG Kirchdorf Administrator und Lehrer.Raimund R. war heuer der erste Bergsteiger, der im Sommer tödlich verunglückt ist. „Im Vergleich zu den vergangenen Jahren haben wir mehr Einsätze, aber dafür weniger mit tödlichen Ausgang“, erzählt Christoph Preimesberger, Chef der Bergrettung OÖ.

Um fünf Prozent mehr Einsätze als 2018
Insgesamt acht Personen verloren heuer in den Bergen ihr Leben. Laut Statistik der Bergrettung waren es 2018 20 Verunglückte. Der Traktorunfall letzte Woche in Gosau wird offiziell auch als tödlicher Alpinunfall gewertet. Die restlichen sechs Todesfälle stammen noch aus der Wintersaison. „Wir haben heuer um fünf Prozent mehr Einsätze, als im vergangenen Jahr“, so Preimesberger. Ganze 325-mal wurden Bergretter bereits zu Einsätzen gerufen.

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