04.08.2019 08:17 |

Zuckerberg frustiert

WhatsApp und Instagram bekommen neuen Namen

Die zu Facebook gehörenden Dienste WhatsApp und Instagram bekommen einen neuen Namen, der ihre Zugehörigkeit zum Konzern deutlich macht. Die Änderung könnte sich für die beiden Dienste jedoch nachteilig auswirken, merken Beobachter an.

Wie die Website „The Information“ zuerst unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtete, möchte Facebook die beiden Apps - ähnlich seinem Kollaborations-Tool „Workplace by Facebook“ - in „Instagram from Facebook“ und „WhatsApp from Facebook“ umbenennen. Mitarbeiter von WhatsApp und Instagram seien unlängst über die bevorstehende Namensänderung informiert worden, hieß es. Intern sei man angesichts dieser Entscheidung „überrascht“ und „verwirrt“ gewesen. Facebook bestätigte wenig später die kolportierte Namensänderung.

Dem Bericht nach soll Facebook-Gründer Mark Zuckerberg frustriert sein, dass das soziale Netzwerk für die wirtschaftlichen Erfolge von WhatsApp und Instagram nicht genügend Anerkennung bekommt. Gegenüber „The Information“ betonte eine Facebook-Sprecherin, dass das Unternehmen deutlicher kommunizieren wolle, welche Produkte und Dienstleistungen „Teil von Facebook sind“. Der Schritt hätte keine Auswirkung auf die Funktionsweise der Apps, wäre aber ein politisches Signal.

Kritiker fordern Facebook-Zerschlagung
Kritiker fordern die Zerschlagung des sozialen Netzwerks. Eine der angesprochenen Varianten dabei ist die Abspaltung von Instagram und WhatsApp. Zudem prüfen amerikanische Wettbewerbshüter nach Informationen des „Wall Street Journal“, ob Facebook seinerzeit die beiden Start-ups gekauft hatte, um Rivalen auszuschalten.

Facebook hatte die Foto-Plattform Instagram 2012 für rund eine Milliarde Dollar übernommen und den Chatdienst WhatsApp gut zwei Jahre später für 22 Milliarden Dollar. Beide agierten zunächst weitgehend eigenständig unter dem Dach des Konzerns, zuletzt nahm Facebook-Chef Mark Zuckerberg sie jedoch verstärkt unter seine Kontrolle.

Er kündigte auch an, WhatsApp, den Facebook-Chatdienst Messenger sowie die entsprechende Nachrichten-Funktion von Instagram auf eine gemeinsame technische Plattform zu bringen. Auch das würde eine mögliche Abspaltung erschweren. Die Gründer von Instagram und WhatsApp haben Facebook inzwischen verlassen.

Imageverlust
Beobachter gehen davon aus, dass sich Facebook mit der Namensänderung der beiden Dienste und der expliziten Verbindung zum Mutterkonzern keinen Gefallen tun werde. Schließlich sind WhatsApp und Instagram bislang von Facebooks diversen Datenschutzskandalen, Sicherheitsfragen und kartellrechtlichen Untersuchungen weitgehend unbehelligt geblieben.

 krone.at
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