Seltsame Regelungen:

Hallstatt sollte nächstes Jahr Touristen umleiten

Viel – mehr – noch mehr! Diese Steigerungsform beschreibt Hallstatts Besucherentwicklung am besten. Auch heuer nimmt die Zahl der Reisebusse und Pkw zu. Im Hintergrund werden die Vorbereitungen für die tägliche Bus-Obergrenze ab 2020 vorangetrieben. Der geplante Korb für Touristen treibt dabei seltsame Blüten.

Im Vorjahr wurden insgesamt 19.300 Reisebusse in der 780-Einwohner-Gemeinde gezählt, dazu 193.000 Pkw – „diese Zahlen sind für einen Ort wie Hallstatt dramatisch“, sagt Bürgermeister Alexander Scheutz mit ruhiger Stimme. Gemeinsam mit Verkehrsplanern, Polizei und Behörden wird nächstes Jahr ein Limit eingeführt: Nur noch 56 Busse dürfen dann pro Tag nach Hallstatt. „Derzeit liegen wir bei 70 bis 80 Bussen“, sagt der Chef der bei Touristen so beliebten Gemeinde im Salzkammergut, die mit der Mischung aus Tradition und idyllischer Landschaftskulisse nicht nur Jägern von Fotomotiven Freude macht.

„Das geht zu weit“
Dass die Hallstätter ab 2020 den Bus-Strömen einen Riegel vorschieben, sorgt für kuriose Entwicklungen. So stellten sich bereits andere Tourismusziele aus der Steiermark und Salzburg an, die vom Hallstatt-Korb in Zukunft profitieren wollen und Besucher willkommen heißen würden. „Das geht zu weit, wir sind ja kein Reisevermittler“, winkt Scheutz ab. Wobei der Besucher-Ansturm auch Jobs bringt. So sind allein bei der Parkraumgesellschaft der Gemeinde 13 Mitarbeiter beschäftigt.

Barbara Kneidinger, Kronen Zeitung

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