15.07.2019 16:11 |

134 Fälle registriert

Quote zu niedrig: Masern-Impfpflicht gefordert

Trotz 134 registrierter Masern-Erkrankungen in diesem Jahr (2018 waren es 77) stagniert in Österreich die Impfrate bei Kindern. So lautet das schockierende Ergebnis einer aktuellen Studie der WHO. Eine Impfpflicht wird daher gefordert.

20 Millionen Kindern weltweit fehlt ein ausreichender Impfschutz. Ungenügende 86 Prozent erhalten nach der Geburt eine Spritze gegen Masern, Diphtherie, Tetanus und Pertussis (Keuchhusten), heißt es im Bericht der Weltgesundheitsorganisation.

„Es sind jene Kinder, die am ärmsten sind“
Obwohl die Zahl der Geimpften hoch scheint, sind die Personen ohne Schutz einer großen Erkrankungsgefahr ausgesetzt. „Es sind jene Kinder, die am ärmsten sind und am Rande der Gesellschaft leben“, klärt WHO-Generalsekretär Tedros Sdhanom auf. Die Forderung nach einer Impflicht wird immer lauter. 2018 wurden in der WHO-Region Europa insgesamt mehr als 80.000 Erkrankungen gemeldet. Es gab 72 Todesfälle.

Impfgegner unterstützen gefährlichen Trend
In Österreich erhielten 95 Prozent der Neugeborenen eine Masern-Mumps-Röteln-Impfung - ein Prozent weniger als 2017. Vor allem Impfgegner unterstützen diesen gefährlichen Trend. Mit ihnen geht der steirische Ärztekammer-Präsident Herwig Lindner hart ins Gericht: „Sie sind eine Gefahr für die Gesellschaft. Außerdem muten sie ihren Kindern das Leid schwerer Erkrankungen zu und sie gefährden andere.“

Kronen Zeitung

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