Schon in Florenz und Manchester war Robben mit zwei Kunstschüssen jeweils der Bayern-Retter gewesen. "Arjens linker Fuß ist Extraklasse", schwärmte Außenverteidiger Philipp Lahm, Robbens kongenialer Partner auf der rechten Bayern-Seite. "Dass er in dieser Kontinuität Tore schießt, konnte man nicht erwarten", schwärmte Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge. Nur Präsident Uli Hoeneß wollte beim Hype um Robben nicht mitmachen und meinte nur: "Er hat auch 25 Millionen Euro gekostet. Da muss er auch ein bisschen mehr leisten als die, die zwei Millionen kosten."
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Mini-Eklat bei Auswechslung
Kurz vor Schluss reagierte Robben stinksauer, weil er das Gefühl hatte, noch ein weiteres Tor erzielen zu können. "Meine Reaktion war nicht gut, emotional und nicht professionell", entschuldigte sich der 26-Jährige aber sofort beim Team und bei Trainer Louis van Gaal, der lieber den knappen Sieg sichern wollte: "1:0 ist ein sehr gutes Resultat, da mussten wir kein Risiko mehr nehmen."
Bayern hofft auf milde Strafe für Ribery
Im Rückspiel am kommenden Dienstag wird den Bayern Ribery fehlen. Der Franzose sah nach einem Foul an Lisandro Lopez in der 37. Minute die Rote Karte, was die Münchner Verantwortlichen als eine zu harte Bestrafung bewerteten. "Das ist ein Foul von vorne gewesen, nicht von hinten und auch nicht von der Seite", meinte Hoeneß. Die Bayern hoffen, dass die UEFA nur eine Sperre für ein Spiel ausspricht und Ribery bei einem Finaleinzug in Madrid wieder dabei sein könnte. "Ich hoffe für Bayern München und Franck, dass er nur für ein Spiel gesperrt wird", sagte Van Gaal.
Lyon muss im Rückspiel ohne Jeremy Toulalan auskommen, der in der 54. Minute die Gelb-Rote Karte sah. Selbst in der Phase der Unterzahl waren die Bayern allerdings die bessere Mannschaft gewesen. Hoeneß bewunderte "die wahnsinnige Energieleistung" der eigenen Elf: "Man kann stolz sein auf diese Mannschaft. Was sie leistet seit Wochen, ist überragend." Allein die Chancenverwertung passte nicht.
Mit einem Bein im Finale
"Jetzt haben wir eine ordentliche Chance, das Finale zu erreichen", lautete die Einschätzung von Rummenigge. Zumal in Lyon auch der im Hinspiel gesperrte Kapitän Mark van Bommel wieder zur Verfügung steht. Dafür fällt neben Ribery auch Danijel Pranjic, der die dritte Gelbe Karte im laufenden Wettbewerb sah, wegen einer Sperre aus. "Ich denke, dass wir wieder ganz Europa gezeigt haben, wie stark wir sind", stellte Van Gaal nach dem 1:0-Erfolg stolz und zufrieden fest.
Doch Lyon hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, das Ruder im Rückspiel noch herumreißen zu können. "Das wir ein ganz anderes Match", glaubt Coach Claude Puel, dem neben dem Ausfall von Toulalan auch noch zahlreiche angeschlagene Spieler Kopfzerbrechen bereiten. "Ich mache mir Sorgen, ob alle rechtzeitig fit werden." Allerdings kann sein Team im Gegensatz zu den Bayern, die am Samstag bei Borussia Mönchengladbach gastieren, am Wochenende pausieren, da ihr Heimspiel gegen AS Monaco auf 12. Mai verschoben worden ist.
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