11.07.2019 08:22

Blick aus dem Weltall

ESA-Sonde fotografiert partielle Sonnenfinsternis

Seit mittlerweile knapp zehn Jahren beobachtet der Kleinsatellit „Proba-2“ der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) stetig unsere Sonne. Am 2. Juli, als eine totale Sonnenfinsternis den Himmel über Südamerika verdunkelt hat, fotografiert er vom All aus, wie sich der Mond vor unser Zentralgestirn schob und dokumentiert binnen weniger Stunden gleich vier partielle Sonnenfinsternisse. Die Aufnahmen hat die ESA zu einem Zeitrafferfilm (siehe oben) zusammengesetzt.

Während die Zehntausenden Schaulustigen in Chile und Argentinien eine totale Sonnenfinsternis bestaunen konnten, fotografierte „Proba-2“ im gleichen Zeitraum gleich vier, allerdings nur partielle Sonnenfinsternisse im UV-Licht-Bereich. Möglich ist das, weil der Kleinsatellit die Erde rund 14,5 Mal am Tag umrundet, berichtet die ESA. die die Aufnahmen kürzlich auf ihrer Website veröffentlichte.

Die Wissenschaftler nutzen solche Mondpassagen übrigens auch dazu, zu prüfen, wie präzise die Kameras die vor der Sonne sichtbare Mondscheibe abbilden. Anhand der scharfen Kanten der Mondsilhouette lassen sich nämlich Beugungseffekt der Optik erkennen und in der Folge mittels Verbesserung der Software ausgleichen.

Sonde kreist seit knapp zehn Jahren im All
„Proba-2“ wurde am 2. November 2009 um 2.50 Uhr MEZ zusammen mit einem weiteren Satelliten an Bord einer „Rockot“-Trägerrakete vom russischen Weltraumbahnhof Plessezk aus ins Weltall gestartet.

Seit knapp einem Jahrzehnt beobachtet die nur rund 135 Kilogramm schwere Sonde, die sich auf einer sonnensynchronen Umlaufbahn in einer Höhe von 700 bis 800 Kilometer über der Erde befindet, unser Zentralgestirn. Der nur 0,6 mal 0,6 mal 0,8 Meter große Satellit misst dessen Strahlung, untersucht das vom Sonnenwind erzeugt Plasma in der Magnetosphäre der Erde und liefert Bildmaterial der Sonne.

Wilhelm Eder
Wilhelm Eder

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