Wegen Falschangaben

Wr.-Neustadt-Präsidentin für zwölf Monate gesperrt

Die Bundesliga greift durch. Wegen falscher Angaben im Lizenzverfahren werden führende Funktionäre sowie (ehemalige) Trainer und Spieler des SC Wiener Neustadt mit Strafen belegt. Allen voran: Präsidentin Katja Putzenlechner. Gegen sie wurde eine zwölfmonatige Funktionssperre verhängt.

„Eine Funktionssperre bedeutet, dass die betreffende Person nicht in offizieller Funktion gegenüber dem Verband (ÖFB, Bundesliga oder Landesverbände) auftreten darf“, erklärt die Bundesliga via Aussendung.

Manager Ralph Spritzendorfer wurde für neun, die Vorstände Katrin Scherz-Kogelbauer und Thomas Puchegger für je sechs Monate gesperrt. Sie dürfen damit nicht in offizieller Funktion gegenüber dem Verband auftreten. Ebenso ist jegliche Beteiligung an einem Spiel als Offizieller untersagt.

Neuanfang in der Regionalliga
Die Betroffenen können gegen die Urteile bis Montag Protest anmelden. Putzenlechner und die übrigen Mitglieder der Vereinsspitze wollen ihre Ämter ohnehin zurücklegen und Platz für einen Neuanfang machen. Der SCWN will künftig in der Regionalliga Ost antreten. Aktuell ist bei den Blauweißen jedoch kein Land in Sicht, da sich bisher kein neuer Clubchef gefunden hat. Auch stehen derzeit nur wenige Spieler unter Vertrag.

Salihi muss 2000 Euro zahlen
Im Zuge der Verfahren gegen insgesamt sieben Personen wurden außerdem Ex-Chefcoach Gerhard Fellner und Josef Kirnbauer aus dem Trainerstab mit Geldstrafen in der Höhe von 3.000 bzw. 2.000 Euro belegt. Der ehemalige SC-Spieler Hamdi Salihi muss 2.000 Euro bezahlen. Fellner hatte die Untersuchung eingeleitet, indem er nach seinem Rauswurf Anfang Mai über ausstehende Gehaltszahlungen seit November berichtet hatte. Die Liga stellte daraufhin Verstöße gegen sportlich-personelle, finanzielle und rechtliche Kriterien fest.

250.000 Euro sollen die Außenstände des ehemaligen Bundesligisten betragen. Die Stadt Wiener Neustadt hat die Haftung für die Schulden übernommen, Grundvoraussetzung ist ein geregelter Spielbetrieb in der Regionalliga. Sollte dieser nicht zustande kommen oder Insolvenz angemeldet werden, dann erlischt die Haftung.

Die Strafen im Überblick:

Katja Putzenlechner (Präsidentin): 12 Monate Funktionssperre
Katrin Scherz-Kogelbauer (Vorstand): 6 Monate Funktionssperre
Thomas Puchegger (Vorstand): 6 Monate Funktionssperre
Ralph Spritzendorfer (Manager): 9 Monate Funktionssperre
Gerhard Fellner (ehem. Trainer): 3.000 Euro Geldstrafe
Josef Kirnbauer (Trainerstab): 2.000 Euro Geldstrafe
Hamdi Salihi (ehem. Spieler): 2.000 Euro Geldstrafe

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