24.06.2019 08:58 |

Festnahme in Türkei

Gleicher Name wie Gesuchter: Tiroler verhaftet!

Bei seiner Ankunft in der Türkei ist am Freitag ein Tiroler festgenommen worden - weil sein Name unter „gesucht“ verzeichnet war. Schnell stellte sich heraus, dass der eigentliche Verdächtige aber ein Amerikaner - und nicht etwa Österreicher ist. Trotzdem sitzt der Tiroler noch immer im Gefängnis ...

„Ich verstehe die Welt nicht mehr“, schildert Dietmar Payrhuber die derzeitige Situation der „Krone“ am Telefon. Freitagabend wurde sein Bekannter aus dem Unterland (Name der Redaktion bekannt) bei der Ankunft am Flughafen im türkischen Antalya festgenommen - nur wegen seines Namens.

Warten auf Staatsanwalt
Payrhuber steht in ständigem Kontakt mit dem Kollegen des Tirolers, der alles in Antalya miterlebt hat. „Die Polizei erklärte ihnen bald, dass es sich bei dem eigentlichen Gesuchten um einen Amerikaner handelt“, erzählt er weiter. Doch obwohl der Festgenommene österreichischer Staatsbürger ist, war die Sache damit noch längst nicht geklärt. Denn T. wird noch immer festgehalten.

Am Sonntag wurde sein Begleiter darüber informiert, dass man seinen Kollegen inzwischen erfolgreich nach Ankara überstellt hätte. „Es gab dann leichte Übersetzungsschwierigkeiten“, erklärt Payrhuber. „Aber dort soll er wohl demnächst einem Staatsanwalt vorgeführt werden.“ Und all das nur, weil sein Name im System verzeichnet ist.

Botschaft keine Hilfe
Seit Freitag versucht der Begleiter des Unterländers, die Sache mit Unterstützung der österreichischen Botschaft zu regeln. Doch die konnte er nur über das Außenministerium erreichen. „Es hieß von ihrer Seite, man müsse noch Behördenangelegenheiten klären, aber man sei dran - es ist aber noch nichts passiert.“ Am Montag wollten T. und sein Kollege eigentlich ganz normal wieder heim fliegen.

„Ich verstehe das nicht“, meint Payrhuber aufgebracht. „Man kann doch bestimmt Fotos, Geburtsdaten oder irgendetwas vergleichen. Aber ihn einfach tagelang nur wegen des gleichen Namens und ohne nähere Information festhalten? Das ist doch eine Menschenrechtsverletzung!“

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