Do, 27. Juni 2019
13.06.2019 14:00

Schadenersatz-Klage:

Vorgesetzte belästige Kollegin mehrfach sexuell

Neun Monate lang arbeitete eine Oberösterreicherin in einem Salzburger Betrieb. Dass dort ein rauer Ton herrschte, das hätte sie noch verkraftet, sagte die Frau. Dass sie von ihrer Vorgesetzten allerdings mehrfach begrapscht und mit sexuellem Unterton beleidigt wurde, das war ihr dann aber doch zu viel. Als sie sich beschwerte, wurde die Arbeiterin gekündigt. Mit Hilfe der Arbeiterkammer Oberösterreich bekam sie von der Vorgesetzten 2000 Euro Schadenersatz für die sexuelle Belästigung. „Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz darf nicht geduldet werden, egal, ob sie von einem Mann oder von einer Frau kommt“, sagt AK-Präsident Johann Kalliauer.

In dem Unternehmen habe insgesamt ein derber Umgangston geherrscht, da habe sie sich eben anpassen müssen, schilderte die Oberösterreicherin ihren Leidensweg. Sie sei leider auf den Job existenziell angewiesen gewesen. Doch dass ihre Vorgesetzte sie mehrfach an den Brüsten begrapschte, ihr auf den Hintern klopfte und sie mit sexuell abwertenden Aussagen beleidigte, das wollte die Arbeitnehmerin dann doch nicht einfach hinnehmen.

Nach Beschwerde gekündigt
Das Opfer machte mehrmals darauf aufmerksam, dass dieses Verhalten unangemessen sei, doch die Kollegin hörte nicht auf damit. Als sich die Arbeiterin offiziell bei der Firmenleitung beschwerte, wurde sie gekündigt.

Die Arbeitnehmerin wandte sich daraufhin an die Arbeiterkammer, die in einem gerichtlichen Vergleich 2000 Euro Schadenersatz für die Frau erreichte.
Detail am Rande: Inzwischen wurde auch die „Täterin“ gekündigt.

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