Do, 27. Juni 2019
06.04.2010 18:08

Racheakt befürchtet

Polizeistation von Tschetschenen-Gruppe belagert

Die Polizei in Klagenfurt befürchtet eine neue Welle der Gewalt! Um sich nach der Messerstecherei vom Karsamstag an zwei Dominikanern zu rächen, haben acht Tschetschenen eine Polizeiinspektion belagert. Während die Beamten mit erhöhter Präsenz den Konflikt unter den Migranten im Keim zu ersticken versuchen, kam es in der Nacht auf Montag erneut zu einer Attacke.

Am Ostersonntag gegen 1.30 Uhr gerieten die zwei Gruppen in einem Klagenfurter Innenstadtlokal aneinander. Wie kurz berichtet, kam es zu einer wilden Schlägerei.

Zwei der insgesamt sechs Bürger aus der Dominikanischen Republik (19 und 27 Jahre alt) gingen mit einem Stuhl auf einen Tschetschenen los. Der 19-Jährige stach dem Mann mit einem Messer zwei Mal in den Rücken. "Die Tatwaffe wurde im WC des Lokals entsorgt. Wir konnten sie jedoch finden und sicherstellen", schildert ein Beamter.

Polizist: "Hatten alle Hände voll zu tun"
Die beiden Dominikaner wurden festgenommen und auf die Polizeiinspektion gebracht. Damit war der Konflikt zwischen den Dominikanern und der achtköpfigen Gruppe Tschetschenen aber nicht beigelegt. "Die Tschetschenen legten sich vor der Inspektion auf die Lauer und warteten mehrere Stunden auf die beiden Verdächtigen. Wir hatten alle Hände voll zu tun, um die Situation zu entschärfen", so der Klagenfurter Polizist weiter.

Der verletzte 26-Jährige wurde in das LKH Klagenfurt eingeliefert. Er ist bereits wieder auf dem Weg der Besserung  – bei der Polizei schrillen jedoch die Alarmglocken. "Wir hoffen, dass es nicht zu weiteren Übergriffen zwischen den Gruppen kommt. Es gibt jetzt  permanente Schwerpunktaktionen in der Stadt, bei der auch die Einsatzeinheit, die Hundestreife sowie die 'Soko Gewalt' im Einsatz stehen", erklärt Stadtpolizeichef Eugen Schluga.

Wie jetzt bekannt wurde, kam es Ostersonntag am Abend auch zu einer brutalen Auseinandersetzung zwischen einem Klagenfurter und vier Tschetschenen. Der 19-Jährige wurde verletzt, er wehrte sich mit einem Pfefferspray gegen das Quartett. Die "Ikarus"-Streife der Polizei konnte die vier nahe dem Tatort stellen.

von Thomas Leitner, "Kärntner Krone"

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