06.06.2019 11:38 |

„Ende des Naziterrors“

D-Day-Feiern: „Verdanken Soldaten unsere Freiheit“

Am D-Day, dem 6. Juni 1944, waren mehr als 156.000 Soldaten der Alliierten in der Normandie gelandet (siehe Video oben) und entschieden damit Europas Schicksal. 75 Jahre danach finden große Feierlichkeiten im Gedenken an diesen historischen Tag statt. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und die britische Premierministerin Theresa May legten in Ver-sur-Mer den Grundstein für eine britische Gedenkstätte. Der britische Thronfolger Prinz Charles und seine Ehefrau Camilla gedachten bei einem Gottesdienst in Bayeux der Landung der Truppen im Zweiten Weltkrieg. Und US-Präsident Donald Trump, der von Irland aus nach Nordfrankreich gereist war, twitterte: „Wir sind unendlich dankbar!“

An den Stränden, an denen damals im Morgengrauen junge Männer gelandet waren, von denen zuvor viele noch nie einen Fuß auf französischen Boden gesetzt hatten, erinnerte Macron am Donnerstag an die Militäroperation. Die Gedenkstätte in Ver-sur-Mer werde die Tausenden Soldaten aus Großbritannien ehren, die ihr Leben in der Normandie verloren haben. „Wir verdanken unsere Freiheit den Veteranen“, fügte Macron, der sich im Anschluss mit zwei französischen Veteranen traf, auf Englisch hinzu.

May: Unmöglich, diesen Mut zu begreifen
Es sei unglaublich bewegend, an diesem Ort zu sein, sagte die scheidende Premierministerin May. „Hier in der Normandie erinnern wir uns für immer an ihren Mut, ihr Engagement und ihre Entschlossenheit“, sagte May über die Soldaten. Es sei unmöglich zu begreifen, welchen Mut diese damals aufgebracht haben. Macron und May legten nach einer Schweigeminute gemeinsam einen Kranz an einem Gedenkstein nieder. Die französische und die englische Hymne erklangen, Dudelsäcke spielten.

Gottesdienst mit Prinz Charles, Camilla, May und Corbyn in Normandie
Der britische Thronfolger Prinz Charles und seine Ehefrau Camilla gedachten bei einem Gottesdienst in der Kathedrale von Bayeux der Landung der alliierten Truppen. Das Bauwerk ist eines der bedeutendsten Gotteshäuser in der Normandie. Die scheidende britische Premierministerin May und der Chef der britischen Labour-Partei, Jeremy Corbyn, kamen ebenfalls zu dem Gottesdienst. 

Die internationalen Gedenkfeierlichkeiten zum 75. Jahrestag der Landung der Alliierten hatten am Mittwoch im südenglischen Portsmouth, von wo damals Zehntausende Soldaten Richtung Frankreich aufgebrochen waren, begonnen und wurden am Donnerstag in Nordfrankreich fortgesetzt.

Trump ehrt in Tweet „einige der mutigsten Menschen, die je gelebt haben“
Zu der zentralen Gedenkfeier oberhalb des US-Landebereichs Omaha Beach in der Normandie sind fast 12.000 internationale Gäste eingeladen, darunter auch US-Präsident Donald Trump, der nach seinem dreitägigen Staatsbesuch in Großbritannien aus Irland anreiste und im Gedenken an „einige der mutigsten Menschen, die je gelebt haben“, mit einem Tweet erinnerte: „Wir sind für alle Ewigkeit dankbar“, schrieb er und teilte ein Video, in dem Veteranen zu Wort kommen.

Auf dem US-Militärfriedhof Colleville-sur-Mer, wo es 9380 amerikanische Soldatengräber gibt und der von der öffentlichen US-Einrichtung American Battle Monuments Commission verwaltet wird, traf Trump mit Macron zusammen. An der Begegnung nahmen nehmen neben den 12.000 Gästen auch die Präsidenten-Ehefrauen Brigitte und Melania teil.

Maas: „Heute vor 75 Jahren begann das Ende des Naziterrors“
Der deutsche Außenminister Heiko Maas bezeichnete den 75. Jahrestag der Landung der Alliierten in Nordfrankreich unterdessen als „Mahnung“ für den Frieden. „Wir müssen alles tun, um Frieden und Freiheit auf der Welt zu verteidigen“, schrieb Maas am Donnerstag auf Twitter. Mit dem D-Day vor 75 Jahren habe das Ende des Nazi-Terrors begonnen. „Wir gedenken den Opfern, die im Kampf um die Freiheit gefallen sind.“

Der sogenannte D-Day markiert den Auftakt der Befreiung Europas vom nationalsozialistischen Deutschland vom Westen her und den Beginn des Siegeszugs einer demokratischen Bewegung in aller Welt. Er steht aber auch für massenhaftes Blutvergießen, Tote und Verwundete. Damals waren Zehntausende Soldaten von der britischen Küste aus in Richtung Frankreich aufgebrochen.

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