Di, 25. Juni 2019
23.05.2019 15:00

Fachkräftemangel

Firmen werben schon Lehrer der Berufsschulen ab

Nach der Matura machte er eine verkürzte Lehre zum Bürokaufmann. „Lehrberufe hatten in meiner Familie einen großen Stellenwert“, sagt Alfred Klampfer. Mit der „Krone“ sprach der Bildungsdirektor für Oberösterreich über den Wandel bei den Berufsschulen und wie sich dort der wachsende Fachkräftemangel auswirkt.

„Krone“:Herr Klampfer, jeder zweite Jugendliche macht eine Lehre in Oberösterreich. Wie wirkt sich das auf die 23 Berufsschulen im Land aus?
Alfred Klampfer: Die Zahl der Berufsschüler ist im letzten Jahr wieder etwas gestiegen. Die boomende Wirtschaft sowie die Werbung für die duale Ausbildung zeigen Wirkung. Aber auch wir spüren den Fachkräftemangel.

„Krone“:Inwiefern?
Klampfer: Unsere Berufsschullehrer werden ebenfalls von Firmen umworben und manchmal sogar abgeworben.

„Krone“: Wie sehr fordern die veränderten Anforderungen der Unternehmen in der digitalisierten und globalisierten Welt die Berufsschulen?
Klampfer: Viele der Lehren haben engen Kontakt mit den Betrieben, bilden sich ständig weiter und stimmen die Inhalte der Ausbildung auf die Bedürfnisse in der Wirtschaft ab. Das ist wichtig, um am Puls der Zeit zu sein.

„Krone“:Stichwort Puls der Zeit: Bei der neuen Dualen Akademie, die von der Wirtschaftskammer Oberösterreich initiiert wurde, sind die Berufsschulen in neuer Rolle gefragt.
Klampfer: Wir erreichen mit der Dualen Akademie neue Zielgruppe - nämlich Maturanten, die bei uns normal nur 1 bis 2 Prozent der Schüler ausmachen. Da können gewisse Inhalte vorausgesetzt werden.

Barbara Kneidinger
Barbara Kneidinger

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