Zukunftshoffnung

LASK-Talent Kragl gelingen gegen Ried zwei Assists

Fußball
29.03.2010 11:40
Der LASK hat sich am Sonntag mit einem souveränen 3:0-Heimsieg im Derby gegen Ried im Kampf um Rang fünf zurückgemeldet. Eine überzeugende Vorstellung lieferte vor allem der 20-jährige Lukas Kragl, der seinen ersten vollen Bundesliga-Einsatz abolvierte.

Der Jungstürmer leistete den Assist für den Führungstreffer des 19-jährigen Florian Hart (7.) und bereitete auch das 2:0 von Christian Mayrleb (14.) mit einer Idealflanke vor. Von Nervosität war nichts zu sehen, obwohl Kragl nach der Partie zugab: "Ich war ein bisschen nervös, das ist aber schnell verflogen."

Ein Torerfolg blieb dem Angreifer aber versagt, er traf einen seitlichen Volley aus aussichtsreicher Distanz nicht richtig (57.). "Ich bin überglücklich, dass ich spielen durfte. Es war ein super erstes Derby, es hat mir getaugt", sagte ein freudestrahlender Kragl.

Lob von Oldie Mayrleb
Vor der Partie hatte sich die Zukunftshoffnung der Linzer noch Tipps von routinierten Mitspielern wie Mayrleb geholt. "Meine Mitspieler haben mir total geholfen, haben mir gesagt, dass ich locker spielen soll", bedankte sich Kragl bei seinen Kollegen. Der 37-jährige Mayrleb lobte seinen Nebenspieler in den höchsten Tönen. "Er ist ein sehr guter, schneller Spieler. Was er gespielt und Zweikämpfe gewonnen hat und wie er gelaufen ist, ist sensationell. Man muss ihm ein großes Lob aussprechen", sagte der zehnfache Saisontorschütze.

Mayrleb, der sich bezüglich seiner eigenen Zukunft erst im Sommer festlegen wird, traut dem 20-Jährigen viel zu. "Lukas macht sicher seinen Weg, er wird noch einmal ein ganz Großer werden, wenn er so weitermacht", urteilte der LASK-Stürmer. Kragl hatte vor etwas mehr als einer Woche am 21. März noch das Trikot der von Toni Polster betreuten LASK Juniors in der Oberösterreich-Liga getragen und dabei beim 6:1-Erfolg gegen den SV Gmunden auch seinen siebenten Saisontreffer erzielt. "Dass er gut ist, hat er bei den Amateuren gezeigt, er hat bei Toni Polster gute Leistungen geboten", erklärte LASK-Coach Helmut Kraft, warum er auf den 20-Jährigen aufmerksam geworden war.

Kragl selbst bleibt bescheiden: "Ich hoffe, dass ich in der Bundesliga bleiben darf", betonte der 20-Jährige. Danach wartet mit der Matura auch eine bildungstechnische Herausforderung. "Dann werde ich vielleicht studieren, die Zukunft ist noch offen", sagte der Stürmer, dessen Vorbild der Franzose Thierry Henry ist.

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