Brisantes Prüfergebnis

Rettungswesen im Land ist immer mehr unter Druck

Wachsender Transportbedarf von Patienten im zunehmend spezialisierten Spitalswesen, Rückgänge bei den Zivildienern, Veränderungen beim Ehrenamt: Der Landesrechnungshof sieht das Rettungswesen in Oberösterreich unter wachsendem Druck, empfiehlt allen Beteiligten, eine Strategie dafür zu entwickeln.

Heute, Dienstag, veröffentlicht der Landesrechnungshof den Bericht seiner Initiativprüfung über das Rettungswesen in Oberösterreich - mit teils brisanten Teilgebieten, in denen es auch an der Aufsicht durch das Land Oberösterreich mangelt.

Verbindliche Standards vorschreiben!
So empfiehlt der von Friedrich Pammer geführte Rechnungshof demLand Oberösterreich, den anerkannten Rettungsorganisationen (Rotes Kreuz, Samariterbund) „verbindliche Standards zur Sicherstellung einer qualitätsvollen Versorgung zu definieren“. Derzeit lasse sich nämlich nicht nachvollziehen, in welchem Ausmaß die Versorgung innerhalb der international erkannten Hilfsfristvon 15 Minuten erfolge. Das Argument des Landes, es gebe keine Beschwerden über Mängel, reichtda offenbar nicht.

Rettungsbeitrag und Notarztwesen sind Themen
Weiters befasst sich der Rechnungshof angesichts kontinuierlich steigender Ausgaben für das Rettungswesen kritisch mit der Berechnung des Rettungsbeitrages der Gemeinden und fordert hier eine intensivere wirtschaftliche Aufsicht durch das Land. Auch die zersplitterte Finanzierung des Notarztwesens, die Finanzierung der Flugrettung und Verstöße bei baulichen Investitionen gegen Landesvorgaben sind Themen in diesem Rechnungshofbericht.

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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