Samstagsspiele

Salzburg überrollt SVM 6:1, Siege für Rapid und Austria

Fußball
27.03.2010 20:02
Meister Red Bull Salzburg hat sich am Samstag in der 27. Runde der tipp3-Bundesliga ausgesprochen torfreudig präsentiert und den SVM vor eigenem Publikum im Pappelstadion mit 6:1 gedemütigt. Mit diesem Kantersieg eilen die Bullen weiter in Riesenschritten auf den Titel zu, obwohl auch die Verfolger Rapid, Austria und Sturm Siege feierten. Die Elf von Huub Stevens liegt neun Runden vor dem Ende nach wie vor sechs Punkte vor dem ersten Verfolger Rapid.

Mattersburg - Salzburg 1:6
Schnell war den 4.500 Zuschauern klar, wer das Kommando führte. Salzburg diktierte von Beginn an das Drehbuch einer einseitigen Partie. Allerdings suchten die Hausherren ihr Heil nicht ausschließlich in der Defensive und kamen durch Naumoski in der 16. Minute sogar zu einem Kopfball an die Stange.

Darin hatte sich die grün-weiße Herrlichkeit freilich auch schon erschöpft, die Torklingel schlug lediglich im Kasten der Burgenländer an. In der 23. Minute war der alleingelassene Cziommer nach schöner Vorarbeit und Flanke von Svento volley zur Stelle, etwas später erhöhte Wallner per Elfmeter bereits auf 2:0.

Was sich zur Pause noch wie ein achtbares Resultat gegen den Spitzenreiter ausnahm, verwandelte sich allerdings noch in einen Mattersburger Albtraum. Schon in der 54. Minute fand der Torreigen seine Fortsetzung, Schiemer traf im zweiten Versuch per Kopf. Mörz und Co. waren gebrochen, der Meister spielte nach Lust und Laune auf. Innerhalb von nur acht Minuten stellten Tchoyi (62.), Schwegler (68.) und der kurz zuvor für Wallner eingewechselte Janko (69.) auf 6:0 und machten damit die Demütigung der Burgenländer zur Tatsache. Der Ehrentreffer durch Waltner in der 78. Minute blieb bedeutungslos.

Austria Kärnten - Rapid 2:4
Außenseiter Kärnten ging vor 5.600 Zuschauern in der Hypo-Group-Arena durch Leonhard Kaufmann (12.) in Führung. Die Freude währte aber nur kurz. Nach einem Hofmann-Zuspiel setzte sich Kavlak gegen Pucker und Sollbauer durch und schoss ins lange Eck ein (15.). Die Elf von Coach Peter Pacult hatte auch das nötige Glück, ein Elfmetergeschenk zu erhalten. Einen Jelavic-Schuss wehrte Gramann mit der angelegten Hand in den Corner ab. Schiedsrichter Bernhard Brugger entschied zunächst auf Corner, nach Rücksprache mit Linienrichter Sebastian Grishamer gab es allerdings Elfmeter, den Kapitän Hofmann in der 28. Minute verwandelte.

Nach dem Seitenwechsel traf Jelavic (48.) neuerlich nur Aluminium, diesmal die Innenstange, und die tapfer kämpfenden Klagenfurter kamen zurück ins Spiel. Nach einer Dollinger-Flanke traf der aufgerückte Gramann per Kopf zum Ausgleich (53.). Für die endgültige Entscheidung sorgte Jelavic mit einem Volleytreffer in der 82. Minute nach einer Trimmel-Flanke.

Austria Wien - Wiener Neustadt 1:0
Die Austria erkämpfte sich einen knappen 1:0-Heimerfolg und verteidigte den dritten Tabellenrang. Die wieder auf ihre Kreativspieler Acimovic und Junuzovic vertrauende Austria bot ihren Fans fußballerische Schmalkost. Nachdem Wolf für die Elf von Peter Schöttel die erste Topchance des Spieles ausgelassen hatte (25.) gab es erstmals Pfiffe für die Hausherren. Acimovic holte in der 40. Minute den entscheidenden Strafstoß heraus. Außenverteidiger Kayhan konnte den Slowenen im Strafraum nur regelwidrig stoppen, Klein verwertete den Elfmeter sicher. Der Flügelspieler hätte kurz vor dem Pausenpfiff fast noch nachgelegt, seine Direktabnahme nach Junuzovic-Pass landete aber nur an der Stange.

Nach dem Seitenwechsel vergab Viana in der 65. Minute die große Chance auf den Ausgleich. Die Austria verlagerte sich mit Fortdauer der Partie erfolgreich auf das Halten des Ergebnisses und hatte in der Nachspielzeit noch einmal Glück, als Aigner nur ins Außennetz traf.

Kapfenberg - Sturm Graz 0:3
Sturm Graz entschied das Duell im Kapfenberger Franz-Fekete-Stadion schon vor der Pause für sich und ging am Ende als verdienter 3:0-Sieger vom Platz, wobei alle drei Tore nach Standardsituationen fielen. Nach 20 Minuten faustete KSV-Torman Wolf einen scharfen Hölzl-Schuss weg (21.), fast im Gegenzug drehte Sturm-Keeper Gratzei einen schönen Pavlov-Kopfball nach Siegl-Flanke über die Latte (22.). Blieben da die Tore noch aus, sorgte Sturm dann innerhalb von nicht einmal zwei Minuten für die Vorentscheidung.

Zunächst köpfelte Gordon Schildenfeld nach einem Eckball von rechts völlig unbehelligt das 0:1 (25.) und damit sein erstes Liga-Tor für Sturm, dann ließ Jakob Jantscher nach einem Einwurf von links Schönberger aussteigen und schoss von halblinks über Wolf hinweg das 0:2.

Nach Wiederbeginn änderte sich nicht viel am Gesamtbild und auch Treffer Nummer drei fiel nach einer Standardsituation. Nach einem Muratovic-Freistoß von links hatte der heraneilende Hlinka keine große Mühe, Wolf per Kopf aus kurzer Distanz zu bezwingen. Die Grazer hatten danach eher gute Chancen auf das 4:0 als Kapfenberg auf den Ehrentreffer, wobei Felfernig aber das Sturm-Gehäuse nur ganz knapp verfehlte (83.). Vor allem die Grazer gingen aber nicht mehr mit letztem Nachdruck zur Sache und verabsäumten so einen möglichen Kantersieg.

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