Mo, 20. Mai 2019
06.05.2019 06:00

Prozess verloren

Anrainerin verklagte „zu lauten“ Kindergarten

Mehr als vier Millionen Euro investierte die burgenländische Gemeinde Bad Sauerbrunn in einen neuen Kindergarten. Im vergangenen Jahr nahm die Einrichtung ihren Betrieb auf. Doch von Anbeginn bekämpfte eine Anrainerin den Bau und argumentierte unter anderem mit „fehlendem Lärmschutz“. Jetzt erlitt sie eine juristische Niederlage.

Offenbar kein großer Kinderfreund ist eine Anrainerin des neuen Kindergartens in Bad Sauerbrunn. Denn seit die Bauarbeiten begonnen hatten, versuchte die Bürgerin, die Betreuungseinrichtung zu verhindern. Zunächst argumentierte sie mit Brandschutzmängeln beim Müllraum, später erklärte sie, der von den spielenden Mädchen und Buben ausgehende Lärm sei „gesundheitsschädlich“ - und zog vor Gericht.

Dieses wiederum bestellte in der kuriosen Causa gar einen eigenen Sachverständigen, der nun zu einem eindeutigen Ergebnis kam: Weder bestehe durch Baumängel Brandgefahr, noch gehe von den Geräuschen der Kinder eine Gesundheitsgefahr aus. Der Schallpegel liege weit unter jenem Wert, den der Gesetzgeber als Grenze definiert.

Mutter: „Wo kommen wir denn da hin?“
Mit ihrer Aktion hat sich die Bürgerin in der Gemeinde wenige Freunde gemacht. Viele kritisieren sie für ihre Agitation. „Wo kommen wir denn da hin, wenn Kinder nicht mehr spielen dürfen?“, empört sich eine Mutter. Manch anderer hat zwar grundsätzlich Verständnis für die Frau, meint aber, dass die Kinder ja nur tagsüber betreut würden: „Es ist ja nicht so, dass einem in der Nacht der Schlaf geraubt wird. Da muss man schon etwas Augenmaß walten lassen.“ Ob die Causa damit endgültig abgeschlossen ist, bleibt abzuwarten: Die Nachbarin könnte jetzt noch in die nächste Instanz gehen.

Kronen Zeitung

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