So, 19. Mai 2019
03.05.2019 09:00

Speech Processing

Philips Diktiergeräte: Weltmarktführer aus Wien

Egal ob bei Gericht oder im Spital, oft ist ein kleiner Helfer aus Wien Favoriten mit dabei, hergestellt von der Raiffeisen-Tochter Speech Processing Solutions. Diese verkauft unter dem Markennamen Philips Diktiergeräte und ist damit Weltmarktführer. 100 der 170 Mitarbeiter sind am Wienerberg beschäftigt, die durchschnittliche Beschäftigungsdauer liegt bei 14 Jahren.

Und die Mitarbeiter haben noch viel vor, so Unternehmenschef Thomas Brauner. Denn künstliche Intelligenz und das Internet der Dinge bzw. die Industrie 4.0 sind die nächsten Technologietreiber für die Geräte, die vor 65 Jahren in Wien erfunden wurden. Vorreiter sind hier die US-Giganten Amazon und Google mit ihrer Spracherkennungssoftware.

Zusammenarbeit mit Start-ups
Um für den nächsten Schritt gerüstet zu sein, arbeiten die Wiener mit Start-ups und heimischen Universitäten zusammen, wobei Design und Entwicklung in Wien angesiedelt sind. Hauptabsatzmarkt ist die USA, lediglich fünf Prozent werden am Inlandsmarkt umgesetzt.

Zu den größten Kunden des Tochterunternehmens der Raiffeisen Landesbank Oberösterreich (RLB OÖ) am Heimatmarkt gehören die Zivil- und Strafgerichte und das Wiener AKH. Insgesamt werden fünf Millionen Kunden in 40 Ländern beliefert - unter anderem die Spitäler auf den Färöer Inseln und in Grönland sowie Gerichte in Äthiopien.

China ist großer Hoffnungsmarkt
Größter Hoffnungsmarkt für Speech Processing Solutions ist China, das gleich einen Schritt übersprungen hat. Während in Großbritannien und deren Kolonien wie Hongkong die Verwendung von Diktiergeräten weit verbreitet waren, war dies im Reich der Mitte nicht der Fall. Die Chinesen setzen dafür voll auf die nächste Stufe, die Spracherkennung. Dieser Markt habe sich erst vor fünf Jahren entwickelt, so Brauner.

Aktueller Treiber für den Diktiergeräte-Absatz ist die Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO), die am 25 Mai ihren einjährigen Geburtstag feiert. Durch die Verordnung seien die Dokumentationsanforderungen erheblich gestiegen. So würde das Führen der Patientenakten vielfach die Hälfte der Arbeitszeit eines Arztes ausfüllen.

Wobei nicht alle Kunden nach dem Neuesten suchen - gerade Abnehmer mit besonders sensiblen Daten setzen gerne auf das gute alte analoge System mit einer Aufzeichnung auf einer Kassette.

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