Früher war Milo Boyd (Butler) ein angesehener Polizist bei der New Yorker Polizei. Jetzt muss er als glückloser Kautions-Cop Kleinkriminelle ins Kittchen stecken, außerdem läuft es auch privat eher suboptimal. Doch siehe da, das Schicksal meint es offenbar doch noch gut mit ihm: Sein neuester Job besteht darin, Ex-Frau Nicole (Aniston) hinter schwedische Gardinen zu bringen. Die hatte nämlich einen Gerichtstermin sausen lassen. Geht doch mit links, denkt sich Milo, und freut sich schon auf die versprochenen 5.000 Dollar.
Doch wenn es um eine gute Story geht, gibt sich Reporterin Nicole nicht so leicht geschlagen – schon gar nicht, wenn ihr der verhasste Ex auf die Pelle rückt. Die süße Blondine versucht mit allen Mitteln, Milo abzuschütteln, weil sie gerade in einem Mordfall recherchiert. Das zerstrittene Paar trickst sich nach allen Regeln der Kunst gegenseitig aus - bis die beiden um ihr Leben bangen müssen. Denn die fiesen Kriminellen wollen unter allen Umständen verhindern, dass der Mordfall aufgeklärt wird.
Plausch unter Nachbarn mit Folgen
"Der Kautions-Cop" begann als freundlicher Plausch zwischen zwei Nachbarn. Bei den beiden handelt es sich um den Produzenten Neal H. Moritz und den Regisseur Andy Tennant, die zuvor schon bei "Sweet Home Alabama" erfolgreich zusammengearbeitet haben. "Oft unterhalten wir uns buchstäblich einfach über den Zaun miteinander", sagt Tennant. "Er fragte mich, was ich als nächstes machen würde. Ich antwortete, dass ich keine Ahnung hätte. Also sagte Neal: 'Warte mal, ich habe da ein Drehbuch, schau es dir doch einmal an!'"
Das Drehbuch, geschrieben von Sarah Thorp, gefiel Tennant auf Anhieb - "Der Kautions-Cop" war geboren. "Es ist nicht einfach eine romantische Komödie. Vielmehr ist es eine Actionkomödie, in der die Romantik eine wichtige Rolle spielt", erklärt Produzent Neal H. Moritz.
Butler als Prolet mit Charme
Dass Gerard Butler nicht nur harte Jungs (wie in "RocknRolla" oder "Gesetz der Rache") spielen, sondern auch in Komödien mit romantischem Anstrich überzeugen kann, bewies er an der Seite von Katherine Heigl in "Die nackte Wahrheit", einem der witzigsten Filme 2009. Als Prolet mit Charme verdrehte er der sexy Ärztin aus "Grey's Anatomy" trotz anfänglicher Antipathie gehörig den Kopf.
Ähnliches spielt sich in "Der Kautions-Cop" ab: Zu Beginn noch wie Hund und Katz, merken die beiden Ex-Eheleute schon bald, dass es nur eines kleinen Funkens bedarf, um das lodernde Feuer der Leidenschaft neu zu entflammen. Jennifer Aniston in der Rolle der Nicole ist dem Macho-Gehabe ihres Ex - so sehr sie sich auch dagegen wehrt - hilflos ausgeliefert.
Amüsant, aber die großen Lacher fehlen
Eine ausgeklügelte Story darf man sich in der Tennant-Komödie nicht erwarten. In der Tat sind die Gags nicht wirklich neu, die großen Lacher sucht man vergebens. Dennoch ist die Hassliebe zwischen den Ex-Partnern amüsant und entlockt dem Zuseher den einen oder anderen Schmunzler - besonders dann, wenn Butler und Aniston zu ihren "Waffen" (Handschellen vs. Taser) greifen...
von Ingemar Pardatscher
Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.