16.03.2019 11:23 |

Verdächtiger gefasst

Drei Raubüberfälle in 30 Minuten in einem Bezirk

Dreimal hat er sein „Glück“ versucht, erst beim letzten Mal wurde er - auch buchstäblich - erhört. Innerhalb von nur 30 Minuten hat ein 24 Jahre alter Verdächtiger im Wiener Bezirk Favoriten versucht, in zwei Supermärkten sowie in einem Drogeriemarkt Beute zu machen. Da er jedoch in zwei Fällen derart leise und undeutlich sprach, ließ er sich unter anderem von der Nachfrage eines der Opfer nach seinem Begehr offenbar einschüchtern und trat die Flucht an. Erst beim dritten Versuch machte er Beute. Der mutmaßliche Räuber konnte nun gefasst werden.

Der verdächtige 24-Jährige, ein österreichischer Staatsbürger, hatte am 16. Februar im Wiener Bezirk Favoriten sein Unwesen getrieben. Wie die Polizei am Samstag mitteilte, habe er innerhalb von nur einer halben Stunde gleich drei Überfälle begangen, nur einer verlief dabei auch erfolgreich.

„Sehr leise und undeutlich“
So betrat er zunächst um 16.25 Uhr einen Supermarkt in der Holbeingasse und ging zur Kassa. Dort habe er „sehr leise und undeutlich ‚Überfall‘ zur Angestellten“ gesagt, berichtete Polizeisprecher Harald Sörös. Die Mitarbeiterin gab daraufhin vor, den Unbekannten nicht verstanden zu haben und bat ihn, sein Anliegen zu wiederholen. Da er jedoch auch beim zweiten Versuch undeutlich sprach, forderte ihn die resolute Frau ein weiteres Mal auf, lauter zu sprechen. Daraufhin flüchtete der Täter ohne Beute.

Nur 18 Minuten später unternahm der Räuber um 16.43 Uhr einen weiteren Versuch, um an Geld zu kommen, diesmal erkor er einen Supermarkt in der Quellenstraße als Tatort aus. Doch erneut kam ihm das Wort „Überfall“ nur sehr leise und schwer verständlich über die Lippen. Da die Mitarbeiterin nicht reagierte, versuchte er nach kurzem Zögern selbst in die zu diesem Zeitpunkt offen stehende Kassenlade zu greifen. Die Angestellte jedoch drückte den Deckel kurzerhand zu, der Verdächtige ging ein weiteres Mal leer aus und trat die Flucht an.

Beim dritten Mal „etwas deutlicher“
Acht Minuten danach betrat der mutmaßliche Räuber schließlich eine Drogerie in der Davidgasse. Diesmal formulierte er seine Absichten „offenbar etwas deutlicher“, so Sörös. Als er an die Kassa trat - eine Angestellte betreute dort gerade einen zahlenden Kunden -, griff er in die offene Kassa hinein und raffte Bargeld an sich. Danach forderte er die Mitarbeiterin auf, auch die zweite Kassa zu öffnen - schlussendlich floh der Räuber mit einem „nicht unerheblichen Bargeldbetrag“ aus dem Geschäft, so der Polizeisprecher.

Der 24-jährige Verdächtige hatte jedoch an jedem der drei Tatorte seine Spuren hinterlassen und so die Ermittler im Zuge der umfangreichen Erhebungen auf die richtige Spur gebracht. In der Wohnung seiner Eltern in der Triester Straße konnte die Polizei den mutmaßlichen Räuber schlussendlich am 14. März festnehmen.

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