Di, 19. März 2019
14.02.2019 21:36

Slowakischer Ski-Star

Vlhova mit Sonderstatus wie Hirscher und Shiffrin

Die ewige Zweite hat bei den Ski-Weltmeisterschaften ihre zweite Chance genutzt, um sich ganz vorne zu platzieren. Petra Vlhova hat am Donnerstag den Riesentorlauf in Aare und damit die erste WM-Goldmedaille für die Slowakei gewonnen. „Es ist ein fantastischer Tag! Ich bin so stolz“, sagte die 23-Jährige aus Liptovsky Mikulas. „Ich habe allen gezeigt, wer Petra aus der Slowakei ist.“ Innerhalb des kleinen slowakischen Skiverbands, der finanziell mit bescheidenen Mitteln überleben muss, hat Vlhova eine losgelöste Ausnahmestellung, vergleichbar etwa mit dem Status von Mikaela Shiffrin oder Marcel Hirscher.

„Wir sind so ein kleines Land. Wenn jemand erfolgreich ist wie ich oder (Radprofi; Anm.) Peter Sagan, sind wir Heroes. Das ist manchmal schwierig.“

Mehr Speed-Events
Um Shiffrin mittelfristig auch im Kampf um den Gesamt-Weltcup einen Schlagabtausch liefern zu können, braucht Vlhova freilich noch eine dritte starke Disziplin. Ihre Speed-Ambitionen sind noch bescheiden, ihre Fortschritte aber beachtlich. Einen Super-G und eine Abfahrt hat Vlhova im Weltcup bisher bestritten, in Aare machte sie die Abfahrtstrainings mit und schlug sich wacker. So reichte es in der vergangenen Woche auch schon zu Silber in der Kombination. „Nächste Saison werden wir versuchen, einige Speed-Events zu fahren“, erklärte sie.

Dank an Trainer Magoni
Vlhova hat ihr eigenes Betreuerteam um den Italiener Livio Magoni aufgebaut, der einst Tina Maze zu Bestleistungen trieb. „Ich bin so glücklich, dass ich mit ihm arbeiten kann. Er hat so viel Erfahrung“, sagte Vlhova. „Ich möchte ihm nur danke sagen.“ Auch ein Pressebetreuer ist exklusiv für sie da.

Zampa für Veränderungen
Die slowakischen Herren, hauptsächlich die Brüder Adam und Andreas Zampa, bemühen sich währenddessen, mit den übrigen Mitteln auszukommen. Andreas Zampa möchte in Zukunft dabei mitarbeiten, die Bedingungen für alle Sportler, aber speziell jene aus Ländern mit weniger Historie im Skisport zu verbessern: Der 25-Jährige ist wie der Schweizer Daniel Yule Kandidat für den Posten des Athletensprechers für die nächste Funktionsperiode. Die Abstimmung unter den Sportlern findet während der Aare-WM statt.

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