14.02.2019 10:44 |

Haaser und Co. hoffen

ÖSV-Girls: „Wir haben nichts mehr zu verlieren“

ÖSV-Quartett. Der Riesentorlauf ist die große Problem-Zone der österreichischen Damen - dennoch träumen unsere vier Starterinnen beim heutigen WM-Rennen in Åre von einer echten Ski-Sensation.

Nur ein einziges Mal schaffte in diesem Winter eine Österreicherin den Sprung auf das Riesentorlauf-Podest im Weltcup: Stephanie Brunner war das nach acht fünften und vierten Plätzen Ende November im amerikanischen Killington gelungen. Damit hatte die Zillertalerin auch eine der längsten schwarzen Serien in der ÖSV-Geschichte beendet. 19 Rennen lang war den Österreicherinnen nach Eva-Maria Brems Sieg in Jasna im März 2016 das Stockerl verwehrt geblieben.

Im Jänner riss sich Brunner (unten im Bild) zum zweiten Mal in einem Jahr das Kreuzband. Einen Tag bevor es Anna Veith erwischte, die Riesentorlauf-Weltmeisterin von Beaver Creek 2015.

Und damit sanken Österreichs Chancen auf eine Medaille im heutigen Riesentorlauf der Damen schon vor Wochen unter null. Auf das beste Resultat des ÖSV-Quartetts im heutigen Rennen kann Ricarda Haaser verweisen, die am Semmering auf Rang sieben kam. Da bleibt nur noch das Hoffen auf ein Ski-Wunder, wie es im Vorjahr die tschechische Snowboarderin Ester Ledecka im Olympia-Super-G zuwege gebracht hat.

„Wir haben nichts zu verlieren“, sagt Bernadette Schild auch trocken. Die Älteste des rot-weiß-roten Riesentorlauf-Kleeblatts weiß um die Erwartungshaltung der Öffentlichkeit. Der „Nuller“, der den ÖSV-Damen in Åre droht, hat den Druck erhöht. „Aber für mich ändert sich nichts. Jeden Druck mach ich mir selbst. Bei den Speed-Mädels durfte man mit Medaillen rechnen, wir können nur überraschen.“

Hoffen auf Explosion
Was auch Haaser sowie die Katharinas Liensberger und Truppe gern tun würden. „Ich weiß, dass es auch im Riesentorlauf schnell in eine andere Richtung gehen kann“, ist Ricarda überzeugt, „ich muss mein Leistungs-Maximum suchen. So eine richtige Explosion hatte ich noch nicht. Vielleicht passiert’s hier.“

Georg Fraisl, Kronen Zeitung

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