13.02.2019 20:35 |

Grenze Iran/Pakistan

27 Revolutionsgardisten bei Bus-Anschlag getötet

Bei einem Selbstmordanschlag auf einen Bus der Revolutionsgarden im Südosten des Iran sind mindestens 27 Soldaten der Elitetruppe getötet worden. Mehrere weitere seien bei dem Attentat an der Fernstraße zwischen den Städten Zahedan und Khash in der Unruheprovinz Sistan und Belutschistan verletzt worden, wie die iranische Nachrichtenagentur Tasnim am Mittwoch meldete.

Die Revolutionsgarden erklärten, die Truppen seien auf dem Rückweg von der Grenze gewesen, als ein mit Sprengstoff beladenes Auto neben ihrem Bus explodierte. Das Gebiet nahe der Grenze zu Pakistan gilt wegen der Aktivitäten militanter Gruppen und von Drogenschmugglern als gefährlich. In der mehrheitlich sunnitischen Grenzregion im Südosten des Iran sind mehrere Rebellengruppen aktiv, die immer wieder Anschläge auf die Sicherheitskräfte verüben.

Die Bevölkerung des Iran ist zu 90 Prozent schiitisch, doch gibt es eine starke sunnitische Minderheit, die seit Langem über Diskriminierung klagt. Anfang Dezember waren in der südöstlichen Hafenstadt Tschahbahar bei einem Anschlag auf die Polizei zwei Menschen getötet worden.

Iran ortet pakistanischen und saudischen Einfluss
Die Regime in Teheran machte damals „vom Ausland unterstützte Terroristen“ verantwortlich. Der Iran wirft Pakistan und Saudi-Arabien vor, die Dschihadisten in der Grenzregion zu unterstützen.

Zu dem Anschlag vom Mittwoch bekannte sich laut der Nachrichtenagentur FARS die sunnitische Gruppe Jaish al Adl (Armee der Gerechtigkeit), die der sunnitischen Terrormiliz Islamischer Staat (IS) nahesteht. Die Gruppierung fordert mehr Rechte für die ethnische Minderheit der Balushi.

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