Mo, 20. Mai 2019
10.02.2019 18:30

Zahlreiche Delikte

Alko-Lenker werden laut Polizei immer älter

Mit 2,84 Promille im Blut war ein 72-Jähriger in Lohnsburg buchstäblich so sturzbetrunken, dass er beinahe in den Kofferraum des Streifenwagens kippte. Eine mutige Lenkerin hatte den Schluckspecht, wie berichtet, gestoppt. Generell sitzen mehr Ältere im Rausch hinterm Steuer, sagt die Landesverkehrsabteilung.

5000 betrunkene Lenker ziehtdie Landesverkehrsabteilung pro Jahr bei 160.000 Alkoholkontrollen aus dem Verkehr, wie Oberst Klaus Scherleitner erklärt: „Die Jungen fallen sicher weniger oft auf alsdie älteren Lenker, so ab 40, 50 Jahren aufwärts. Wir vermuten, dass das auch an derSozialisation liegt. Bei den Älteren war es in ihrer Jugend einfach noch üblich, dass man sich alkoholisiert hinters Steuer gesetzt hat. Dieses Verhalten bringt man schwer aus den Köpfen.“

Jugendliche verhalten sich anders
Bei den Jungen sei es hingegen anders. Sie sind bei den Planquadraten entweder vollkommen nüchtern - oder gleich massiv betrunken. Jeder neue Führerschein ist in den ersten drei Jahren ein Probeführerschein. Bei L17 dauert die Probezeit jedenfalls bis zum 21. Geburtstag. In dieser Phase gilt eine Alkoholgrenze von 0,1 Promille. Wird gegen die 0,1-Promille-Grenze verstoßen, isteine Nachschulung fällig.

Kein Kavaliersdelikt
Ein totaler Führerscheinentzug wäre hingegen wahrscheinlich bei jenem 72-jährigen Innviertler sinnvoll, der schon am Nachmittag 2,84 Promille hatte.Wahre Wunder müsste die Nachschulungbei jenem Trauner (41) wirken, der, wie berichtet, in der Vorwoche mit 3,84 Promille wegfahren wollte. Solche Sünder gefährden nicht nur sich selbst, sondern auch andere. Alkohol am Steuer ist kein Kavaliersdelikt!

Christoph Gantner, Kronen Zeitung

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