28,3 Prozent Anteil:

Noch mehr Schüler ohne Muttersprache Deutsch!

Der Anteil von Schülern ohne deutsche Muttersprache ist an Oberösterreichs Pflichtschulen weiter gestiegen, beträgt nun 28,3 Prozent von 106.715 Schülern. Auch wenn nicht jede(r) der 30.201 Betroffenen schlecht Deutsch kann, spricht FPÖ-Klubchef Herwig Mahr von einer „Herkulesaufgabe für unser Bildungssystem“.

„Der Anteil von Schülern ohne deutsche Muttersprache ist erneut gestiegen. Heuer sind es in Oberösterreich bereits 30.201 in allgemeinbildenden Pflichtschulen (APS). Vor neun Jahren, im Schuljahr 2009/10, war es noch um ein Drittel weniger, obwohl es insgesamt mehr Schüler gab“, analysiert Klubobmann Mahr die aktuellen Zahlen zu den Schülern nichtdeutscher Muttersprache in den oberösterreichischen APS vom Schuljahr 2018/19.

Schultypen-Verteilung in der Tabelle
Insgesamt gibt es gegenwärtig 106.715 Schüler in Oberösterreichs allgemeinbildenden Pflichtschulen. Wie sie und die 30.201 Kinder ohne deutsche Muttersprache sich auf die einzelnen Schultypen verteilen, ist der Tabelle zu entnehmen.

23.000 Schüler brauchen Deutsch-Hilfe
22.294 Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache können jedenfalls dem Regelunterricht nicht ausreichend folgen und werden entweder als außerordentlich geführt, mit Sprachförderung, (7334) oder als ordentliche Schüler mit einer zusätzlichen Sprachförderung (14960) unterrichtet. Vor neun Jahren waren es noch insgesamt 16.145. Das ist ein Plus von 6140 oder 38 Prozent.

„Nicht die Augen verschließen!“
Mahrs grundsätzlicher Appell lautet so: „Vor diesen Zahlen darf man keinesfalls die Augen verschließen. Es braucht entsprechende Maßnahmen, die diesem sprunghaften Anstieg gerecht werden. Denn in erster Linie ist die Sprache der Schlüssel zum Erfolg in der Integration und später im Berufsleben.“

Pausensprache Deutsch muss Gesetz werden
Gerade deshalb seieine gemeinsame Sprache in den Pausen unumgänglich, erinnert der FPÖ-Politiker an eine langjährige Forderung von Oberösterreichs Freiheitlichen: „Die Schulsprache Deutsch muss gesetzlich verankert werden“, sagt er. Das heißt, in den Pausen und bei außerschulischen Veranstaltungen soll tatsächlich eine Deutschpflicht durchgesetzt werden. Derzeit ist das ja nur eine Empfehlung, die die Pflichtschulen freiwillig in ihre Schulordnungen aufnehmen sollen. Doch da gibt es Lücken.

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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