06.02.2019 16:28 |

Daten weiterverkauft

Wiener Polizist wegen Amtsmissbrauchs im Visier

Mit den Vorwürfen des Amtsmissbrauchs und der Bestechlichkeit sieht sich derzeit ein Wiener Polizeibeamter konfrontiert. Dieser soll in großem Stil geheime Daten aus dem Polizeicomputer abgefragt und diese weiterverkauft haben. Gegen den Verdächtigen ermittelt die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft, kurz WKStA, der 45-Jährige befand sich vorübergehend sogar in U-Haft. 

Dieser Umstand zeigt auch das Ausmaß des vermuteten Handels mit sensiblen, der Amtsverschwiegenheit unterliegenden Daten. Am 16. Jänner klickten für den Verdächtigen die Handschellen, und zwar wegen Verdunkelungs- und Tatbegehungsgefahr. Erst am Dienstag sei der 45-Jährige nach drei Wochen in U-Haft gegen gelindere Mittel enthaftet worden, hieß es seitens des WKStA-Sprechers Rene Ruprecht. 

„Er hat das Gelöbnis abgegeben, die Ermittlungen nicht zu behindern. Weiters wurde ihm die Weisung erteilt, den Kontakt zu bestimmten Personen zu vermeiden und sich den Strafverfolgungsbehörden zur Verfügung zu halten“, berichtete der Sprecher des Landesgerichts, Thomas Spreitzer.

Inhaftierung sorgte für Unruhe und Aufsehen
Polizeiintern und speziell an der Dienststelle des Polizisten sorgte dessen Inhaftierung dem Vernehmen nach gleichermaßen für Unruhe und enormes Aufsehen. Dass der Beamte für einen Polizisten ungewöhnlich gut bei Kassa war, hatte sich herumgesprochen. Der 45-Jährige soll sich beispielsweise in Deutschland einen BMW bestellt und das Fahrzeug bar bezahlt haben. 

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