Seit Beginn des Ausbruchs in Linz sind insgesamt 29 Personen an Legionellose erkrankt. Wie am Dienstag bekannt wurde, befindet sich eine weitere in Linz wohnhafte Person aufgrund einer Legionellen-Infektion in Spitalsbehandlung, die dem Ausbruch zugerechnet wird, so das Land OÖ.
Mittlerweile wurden drei Viertel der insgesamt 190 an die AGES übermittelten Wasserproben untersucht und ausgewertet. In einer Wasserprobe eines Kühlturms wurde neben vielen unterschiedlichen Legionellen-Varianten auch Legionella pneumophila des Subtyps Allentown nachgewiesen. Dieser Subtyp wurde auch bei drei epidemiologisch miteinander in Zusammenhang stehenden Erkrankungsfällen festgestellt.
Analyse ist noch nicht gänzlich abgeschlossen
Aufgrund der hohen Anzahl nachgewiesener Legionellen sind die genetischen Untersuchungen noch nicht gänzlich abgeschlossen. Die bislang vorliegenden genetischen Analysen liefern noch keinen eindeutigen Nachweis, dass der Kühlturm die Infektionsquelle ist. Weitere genetische Analysen stehen noch aus.
Es werden noch weitere Standorte untersucht
Um sicherzustellen, dass keine potenziell relevante Infektionsquelle unberücksichtigt bleibt, werden darüber hinaus weitere Standorte untersucht. Diese waren u.a. mithilfe einer KI-unterstützten Suche identifiziert worden, so das Amt der oö. Landesregierung.
Das sagt die Linz AG
Umfassende Sicherheitsmaßnahmen wurden umgesetzt – die Bildung von Legionellen in der betreffenden Anlage der LINZ STROM GAS WÄRME GmbH ist ausgeschlossen. Die ersten Maßnahmen wurden ab 13. August 2026 eingeleitet und durchgeführt. Dazu zählen unter anderem: die intensive Reinigung mit vollständigem Wassertausch, hochdosierte Desinfektionen (Biozid) und laufende Beprobungen im Anschluss an die Maßnahmen.
Auf Trockenbetrieb umgestellt
Am Montag, 24. August 2026, wurde die betroffene Anlage auf Trockenbetrieb umgestellt. Mit dieser zusätzlichen Sicherheitsmaßnahme wurde jede mögliche Bildung von Legionellen ausgeschlossen.
Info-Hotline eingerichtet
Die LINZ AGrichtet aktuell eine Info-Hotline für Fragen der Bevölkerung ein. Die Hotline (telefonisch unter 0732-3400 DW 4004 und per E-Mail an info@linzag.at) steht ab Mittwoch, 26. 08. 2026, von Montag bis Freitag zwischen 8 Uhr und 18 Uhr zur Verfügung. Zusätzlich werden auf der Website www.linzag.at wichtige Fragen zum Thema beantwortet.
Wichtig:
Die Trinkwasserversorgung ist nicht betroffen. Die betroffene Kühlanlage steht in keinem Zusammenhang mit der Trinkwasserversorgung.
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