31.05.2004 16:35 |

Hochgradig frustriert

Michelangelo war angeblich ein Autist

Michelangelo (1475-1564), einer der größten Künstler aller Zeiten, könnte nach Meinung britischer Forscher ein Autist gewesen sein. Er hatte demnach möglicherweise das Asperger-Syndrom, eine milde Form des Autismus. Typisch dafür sind schlechte soziale und kommunikative Fähigkeiten, manchmal aber auch Sonderbegabungen auf einem ganz bestimmten Gebiet.
Aus zeitgenössischen Quellen gehe der Renaissance-Künstlerals ein Mensch hervor, der im persönlichen Umgang alles andereals einfach gewesen sei, schrieben Muhammad Arshad und Prof. MichaelFitzgerald in der Fachzeitschrift "Journal of Medical Biography".
 
Isoliert, gefühllos, jähzornig...
Der Bildhauer der David-Statue und Ausgestalter derSixtinischen Kapelle sei ein "unnahbarer Einzelgänger" gewesen,isoliert, jähzornig und scheinbar gefühllos, berichtetendie beiden Autismus-Experten. Außer seiner Kunst habe erkaum Interessen gehabt. Längere Gespräche seien ihmzuwider gewesen, und oft habe er seine Gesprächspartner mittenin der Unterhaltung stehen gelassen.
 
"hochgradig frustriert"
Ins Bild passe auch, dass er zwanghaft bestimmtenRitualen gefolgt sei und versucht habe, jeden Aspekt seines Lebenszu kontrollieren. Wenn ihm das einmal nicht gelungen sei, habeihn dies hochgradig "frustriert". Auch sein Vater und Großvaterhätten autistische Züge aufgewiesen, was darauf hindeute,dass sich die Kontaktstörung vererbt habe.
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