Mo, 22. April 2019

Strategien und Tipps

So bringen Sie mehr Leben in Ihren Alltag!

Sie haben sich schon wieder über die Schwiegermutter geärgert, des lieben Friedens aber sagen Sie nichts und ärgern sich still? Sie verbringen zu viel Zeit mit Menschen, die Sie eigentlich gar nicht mögen oder tun Dinge, die Sie gar nicht tun wollen? Sie träumen von einem neuen Leben im Ausland oder einem frischen Start im Berufsleben, doch finden immer wieder Ausreden? Dann wird es Zeit für Strategien, die auf humorvolle Art und Weise zu mehr Selbstbestimmung führen!

Manchmal wird einem klar, dass man etwas im Leben ändern muss. So erging es auch Alexandra Reinwarth, als sie es endlich übers Herz brachte, eine „Freundin“ zum Teufel zu schicken, die ihr schon jahrelang die Energie aus dem Leibe zog, wie „ein blutleerer Vampir“. Durch dieses Ereignis motiviert, warf sie künftig einen genauen Blick auf ihre Umgebung - und stellte fest: Nicht nur war das Leben schöner ohne besagte Freundin, auch bemerkte sie, dass das, was sie tat, oft davon gesteuert war, was andere über sie denken könnten - und nicht davon, was sie wollte.

Das ist doch Schei**e
„Wollte ich mich morgens schminken, wenn ich nur das Kind in den Kindergarten brachte? Zur Hölle, nein! Also warum machte ich das dann? Die scheussliche Antwort ist: um vor den anderen Eltern ein gutes Bild abzugeben! Dabei finde ich neunzig Prozent von denen noch nicht mal sympathisch!“ Je mehr Reinwarth darüber nachdachte, desto mehr fiel es ihr auf: „Ich verbrachte zu viel Zeit mit Leuten, die ich nicht mochte, an Orten, die mir nicht gefielen, und tat Dinge, die ich nicht wollte. Das ist doch Schei**e.“

Es gibt Momente, in denen einem klar wird, dass es so nicht weitergehen kann, dass sich das Leben ändern muss. In einem genau solchen Moment entschließt sich Alexandra Reinwarth zu einem spannenden Selbstversuch: Sie wird so leben, als wäre es ihr letztes Jahr. Und dieses Experiment ändert alles.

Manches muss man auch blöd finden dürfen
Es ist nicht weiter verwunderlich, dass wir so verdruckst sind, so Reinwarth. „Von klein auf werden wir dazu erzogen, nett zu sein, andere nicht vor den Kopf zu stoßen und Rücksicht zu nehmen (...) Ich finde es großartig, wenn Menschen von Anfang an dazu gebracht werden, möglichst keine Ar*chlöcher zu werden - auch wenn das weiß Gott nicht immer gelingt. Gleichzeitig fände ich es aber gut, wenn man von klein auf zugestanden bekommt, Dinge, Menschen oder Tätigkeiten mitunter blöd zu finden“, so die Autorin.

Der Sterblichkeit bewusst werden: Was ist wirklich wichtig?
In „Das Leben ist zu kurz für später“ merkt sie an: "Der Gedanke daran, dass man das Zeitliche segnen wird - und das wird man ja nun mal definitiv - (hilft) ungemein dabei, ein paar Dinge geradezurücken. Und wenn wir diesen Zeitpunkt nicht in weite Ferne schieben, ins unbestimmte Irgendwann, sondern ihn vor Augen haben, dann zeichnet sich sehr genau ab, was es tatsächlich wert ist, unsere Zeit und unsere Energie in Anspruch zu nehmen. Kurz gesagt: Wenn ich weiß, dass ich nur noch ein paar Monate zu leben habe, würde ich dann die gleichen Entscheidungen treffen? Ärgere ich mich dann über die gleichen Dinge? Würde ich tun, was ich heute tue? Mit dem würde ich meine Zeit verbringen? Und wie? Was würde ich unbedingt noch machen wollen - und was als bedeutungslos im Weg stehen lassen? Wäre ich am Ende froh, dass meine Wohnung immer sauber war und ich alle Abgabetermine eingehalten habe? Warum stellt man sich diese Frage nicht viel öfter: Was ist wirklich wichtig?

In Am Arsch vorbei geht auch ein Weg macht Reinwarth klar, dass es durchaus möglich ist, negativen Vibes im Leben einfach auszuweichen oder diese gleich zu eliminieren (z. B. indem man damit aufhört, Dinge zu tun, die man nicht will, mit Leuten, die man nicht mag, um zu bekommen, was man nicht braucht).

Das Herz und falscher Stolz
Am falschen Ort kann falscher Stolz einem mal so richtig was vermasseln, so Reinwarth. „Falscher Stolz ist nämlich ein Schei**, er hält uns nämlich davon ab, das Richtige zu tun. Wenn ich daran denke, dass in knapp elf Monaten alles aus ist und ich das Zeitliche segne, wird dieser Stolz tatsächlich sofort lächerlich. Worauf kommt es denn schließlich an am Ende? Nur auf das Herz“, so die Autorin.

Die Motivationstrainerin Vera F. Birkenbihl kannte sich mit den Ärgernissen des Alltags bestens aus, ärgerte sich selbst über 40 Jahre lang täglich mehrmals. In einem Vortrag meinte sie: „Nie wieder ärgern halte ich für unrealistisch - wäre auch langweilig. Aber: weniger ärgern, das geht. Unser Ziel heißt, sich effizienter zu ärgern. Effizientes Ärgern heißt: seltener als früher, weniger intensiv und weniger lange.“

HIER verraten wir Ihnen, wie Sie einen Weg aus dem Ärger-Tal finden - und sich in Zukunft effizienter aufregen.

Kontakt aufnehmen - aber richtig!
Hasskommentare im Netz, Mobbing an Schulen - würden Menschen, die ihren Gefühlen - Zorn, Wut, Liebe - im Alltag (mehr) Raum geben, damit aufhören? Reinwarth: „Niemand muss seine Kritik vorher in ein scheinheiliges Lob verpacken, so wie man das mal gelernt hat: ‘Finde ich ganz gut, aber ...‘, oder ähnlichen Mist. Statt vorsichtig umeinander herum zu lavieren, immer besorgt, nur ja niemandem zu nahe zu kommen, nehmen wir Kontakt auf. Manchmal durch einen Schlag vor den Bug, aber so ist das Leben nun mal.“ Sie plädiert für mehr Ehrlichkeit: „Dinge sagen, vor denen man Angst hat, sie könnten eine Konfrontation auslösen - und die dann aushalten.“

Ständig orientieren wir uns an anderen - an erfolgreicheren, sportlicheren, glücklicheren oder gesünderen Menschen und vergessen dabei, dass wir es selbst in der Hand haben, zu sein wie wir gerne sein würden. Lars Amend zeigt, wie man durch die Beschäftigung mit seinen Träumen und Zielen das Leben führen kann, das man nicht mehr tauschen möchte.

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Mara Tremschnig
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