Kampf gegen Vergessen

Demenztrainer in Oberösterreich sehr gefragt

Über einen großen Erfolg im Kampf gegen das Vergessen darf sich die MAS Alzheimerhilfe aus Bad Ischl freuen. Der Grund: Die Nachfrage an ihren Kursen als Demenztrainer ist enorm, allein im vorigen Jahr sind 57 neue Übungsleiterinnen ausgebildet worden, die sich künftig um solche Patienten kümmern werden.

Wie wichtig solche Kurse sind, das zeigen die Zahlen dramatisch auf: Denn jeder zwölfte Oberösterreicher wird bis zum Jahr 2050 demenzkrank sein, so die düstere Prognose der Experten. Und schon heute leiden an die 20.000 Landsleute an dieser Krankheit, wobei vor allem die Angehörigen bei der Pflege gefordert sind. Was natürlich oftmals zu großen Problemen führt.

„Fähigkeiten fördern und erhalten“
Mit den Kursen der MAS soll den Teilnehmern ein gutes Handwerkszeug für die Begleitung von Personen mit Demenz mitgegeben werden. „Das Ziel ist es, die jeweiligen Fähigkeiten von Personen mit Demenz zu erkennen und sie so zu fördern, damit sie so lange wie möglich auch erhalten bleiben“, berichtet Christine Adler, Leiterin der MAS Alzheimerakademie.

Sprache fällt weg
Dabei werden in der Ausbildung die sieben Stadien der Demenzkrankheit (sie hat der Forscher Barry Reisberg aus Amerika ins Leben gerufen) berücksichtigt und das Training auf diese auchganz gezielt abgestimmt: Im ersten Stadium ist von der Krankheit noch kaum etwas zu bemerken,in dersiebenten und letztenPhase fällt die Sprache weg, man kann kaum mehr aufrecht sitzen.

Schulungsprogramme gefragt
Erfreulich daher, dass die Kurse im Vorjahr schon so gefragt waren und - nach Bad Ischl, Linz und Deutschlandsberg - um neue Angebote wie in St. Pölten erweitert werden konnten. Bis dato wurden über dieses Schulungsprogramm der MAS österreichweit689 Demenztrainerinnen ausgebildet.

Johannes Nöbauer, Kronen Zeitung

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