22.01.2019 07:31 |

Knauß über Kitzbühel

„Ich hatte Angst!“ - Ein Ritt auf der Glasplatte

Trotz vier Meter Neuschnee ist die Streif auch heuer Wahnsinn pur. Vor dem heutigen ersten Training nahmen die Ex-Sieger Hans Knauß und Günther Mader die schwierigste Strecke der Welt unter die Lupe. Zuvor gab es einen Traumstart für Österreich in die Hahnenkamm-Woche. Der Steirer Daniel Danklmaier gewann gestern die Europacup-Abfahrt auf der Streif, holte die erste Gold-Gams für Rot-Weiß-Rot. Heute (11.30 Uhr) trainieren - bei Traumwetter - zum ersten Mal die Weltcup-Superstars. Sie erwartet auch heuer ein echter Höllenritt!

Vincent Kriechmayr, Matthias Mayer & Co. kamen gestern in die Gamsstadt. Bezogen wie immer ihre Zimmer im Kitzhof. Etwas außerhalb der Party-Zone der Innenstadt. Die Anspannung war den coolen Jungs anzumerken. Heute stürzen sie sich zum ersten Mal die Streif hinunter.

„Wenn du auf der Streif gewinnen willst, musst du das letzte Hemd riskieren“, weiß Wengen-Sieger Kriechmayr. Und die schwierigste Abfahrt der Welt wird auch heuer ihrem Ruf gerecht. Das steht spätestens seit der gestrigen Europacup-Abfahrt, die Daniel Danklmaier gewann, fest. Auch der Hubschrauber musste leider schon abheben und den gestürzten Italiener Federico Paini mit einer schweren Knieverletzung ins Spital fliegen.

74.000 Euro für den Sieg
Für Sieger Danklmaier lohnte sich hingegen das Risiko. Für den Steirer gab’s das Europacup-Preisgeld von 2250 Euro. „Kann ich gut brauchen, aber ich will im Weltcup vorne dabei sein!“ Der Sieger der Samstag-Abfahrt nimmt übrigens 74.000 Euro mit nach Hause. Vor allem der brutal unruhige Steilhang und die spiegelglatte Ausfahrt werden Schlüsselkriterien. Mit Hans Knauß (in den beiden oberen Bildern) und Günther Mader (oben im Bild) nahmen gestern auch zwei ehemalige Streif-Sieger die Strecke unter die Lupe. Ihr Expertenurteil ist mehr als eindeutig. „Vor dem Start hatte ich Angst!“, gestand ORF-Kamera-Fahrer Knauß, obwohl die Europacup-Abfahrt „nur“ von der Mausefalle bis zur Hausbergkante führte.

„Die Steilhang-Ausfahrt ist wie eine Glasplatte, blankes Eis“, erzählt Knauß. Auch Mader, jetzt Rennchef von Salomon, ist überzeugt: „Bis zum Rennen am Samstag wird das noch viel brutaler, noch eisiger als Bormio!“ Kitz-Präsident Michael Huber nickt zufrieden: „Vor einer Woche dachten wir noch, dass wir die Rennen absagen müssen. Aber jetzt bin ich so entspannt wie seit Jahren nicht mehr. Es ist angerichtet! “

Alex Hofstetter, Kronen Zeitung

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