18.01.2019 18:20 |

Nach Kombi-Sieg

Schwarz auf geborgten Skiern: „Gescheite Raketen“

Der Kärntner Marco Schwarz hat die Franzosen am Freitag in der Wengen-Kombination mit einer beachtlichen Leistung im Griff gehabt und seine Halbzeitführung nach dem Slalom erfolgreich verteidigt. Er gewann zum Auftakt der Lauberhornrennen mit 0,42 Sekunden Vorsprung auf Victor Muffat-Jeandet und 1,12 Sek. auf Alexis Pinturault. Romed Baumann landete auf Rang fünf, Vincent Kriechmayr auf neun. Das Erfolgsgeheimnis von Schwarz: Geborgte Ski!

Schwarz beendete seinen Ausfalls-Fluch nach ersten Durchgängen, freilich war es zuletzt in Zagreb und Adelboden in Spezialslaloms passiert. „Ganz gerechnet habe ich nicht damit, weil der Mauro (Caviezel, Anm.) und die ganzen Abfahrer nicht ganz so weit hinten waren“, sagte der 23-Jährige nach seinem zweiten Weltcup-Sieg. Den ersten hatte er am Neujahrstag in Oslo beim City-Event in Oslo geholt. „Der erste (Sieg, Anm.) ist immer speziell, aber ich freue mich auch heute brutal.“

Geborgte Ski
Nach der Bestzeit im Slalom überzeugte Schwarz auf geborgten Skiern mit Rang 14 in der Abfahrt. „Ich habe mich gescheit reingehaut und es hat sich ausgezahlt. Ich habe relativ viel riskiert und es ist zum Glück aufgegangen.“ Und der nun schon Sechstplatzierte im alpinen Gesamt-Weltcup hat es genossen: „Es war eine coole Fahrt, die Piste war gewaltig beieinander. Ich habe eine gescheite Rakete an den Skiern angehabt.“ Am Sonntag hat er nun die Chance auf seinen ersten Spezialslalom-Sieg.

Für Baumann war es das erste Resultat in dieser Saison nach seinen Ansprüchen, mit der zweitbesten Abfahrtszeit hinter Kriechmayr und vor u.a. dem Norweger Kjetil Jansrud (Kombi-7.) und dem Südtiroler Christof Innerhofer (10.) durfte er aufatmen. „Diese Abfahrt hat gepasst. Über die Minsch-Kante war ich ein bisschen gerade“, sagte Baumann. „Aber es gelingt mir wieder, wenn ich in Bedrängnis komme, dass ich draufsteige und nicht nachdenke. Ein cooles Gefühl, wenn es wieder so leicht von der Hand geht.“

Nicht volles Risiko
Es sei nicht nur die Material-Tüftelei gewesen, sondern auch anderes hätte mitgespielt, dass es wieder läuft, erzählte der Tiroler. „Es war viel Zeit zwischen Bormio und jetzt. Ich bin nur mit der Kleinen Skifahren gegangen, habe nicht groß nachgedacht, und dann im Training im Ultental habe ich das erste Mal wieder gespürt, dass das Ganze wieder lockerer läuft und nicht so der Krampf dabei ist.“ Damit hat sich der Tiroler auch für die WM-Kombination in Aare empfohlen.

Kriechmayr ging auf gebrochener Slalompiste nicht mehr volles Risiko und ließ viel Zeit liegen, von den 4,13 Sekunden Rückstand holte er jedoch noch einiges auf und den erhofften Top-Ten-Rang. „Wenn der Slalom auch halbwegs okay gewesen wäre“, trauerte der Oberösterreicher dem Technik-Teil ein wenig nach. „Die Abfahrt war ganz okay, das Brüggli-S ist mir nicht ganz gelungen, aber Langentrejen war schon sehr gut.“ Für seine Startnummer in der Kombi hat er jedenfalls einiges getan.

Kurzer Arbeitstag
Wegen des Tausches der beiden Disziplinen verzichteten viele Speed-Fahrer auf ein Antreten in der Kombi, Österreich war nur mit vier Athleten vertreten. Kurz war der Arbeitstag von Matthias Mayer, der wie bei Olympia im Kombislalom wild stürzte und sich eine Hüftprellung zuzog. „Bei der Vertikale rein sind mir zu viele Tore da gestanden, da habe ich mich nicht mehr wirklich ausgekannt“, musste er zugeben. „Als ich da gelegen bin, habe ich mich brutal geärgert.“

Ob es die letzte Kombination in Wengen gewesen ist, bleibt nach wie vor offen. Der Ski-Weltverband (FIS) plant das Ende der Kombi und mehr Rennen mit Parallel-Format. Allerdings steht die Wengen-Kombi im Langzeit-Kalender auch 2020 noch drinnen. Die Organisatoren der Lauberhornrennen würden gerne eine Sprintabfahrt in zwei Durchgängen durchführen. Klarheit sollte nach dem Frühlings-Kongress der FIS herrschen.

krone Sport
krone Sport
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Spielplan
10.11.
11.11.
15.11.
16.11.
Spanien - LaLiga
Real Betis Balompie
1:2
FC Sevilla
Italien - Serie A
Juventus Turin
1:0
AC Mailand
Frankreich - Ligue 1
Olympique Marseille
2:1
Olympique Lyon
Portugal - Primeira Liga
Sporting CP
2:0
Belenenses SAD
Vitoria Guimaraes
0:2
Sporting Braga
Boavista FC
0:1
FC Porto
Niederlande - Eredivisie
AZ Alkmar
3:0
FC Emmen
Belgien - First Division A
Standard Lüttich
1:2
Yellow-Red KV Mechelen
Griechenland - Super League 1
AE Larissa FC
0:3
Lamia
Österreich - Regionalliga Ost
SV Mattersburg II
19.00
FC Marchfeld Donauauen
Bruck/Leitha
19.00
ASK Ebreichsdorf
Wiener Sportklub
19.30
FC Mauerwerk
Admira Wacker II
19.30
SK Rapid Wien II
Österreich - Regionalliga Ost
SV STRIPFING
14.00
ASV Drassburg
Wiener Viktoria
15.00
FCM Traiskirchen
SV Leobendorf
17.00
SC Neusiedl
SC Team Wiener Linien
18.00
SC Wiener Neustadt

Sportwetten

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen