Cabanas kämpft nach einem Kopfschuss seit Ende Jänner mit dem Tod, trotzdem will er bei der Weltmeisterschaft in Südafrika für Paraguay spielen. "Er sagte mir, 'Papi, ich werde bei der WM dabei sein'", verriet der Vater des Stürmers von America de Mexico nach Medienberichten vom Dienstag.
Auch Paraguays Nationalmannschaftsarzt Celso Fretes macht Cabanas und den Fans der "Guaranis" Hoffnung. Die Erholung des 29-Jährigen verlaufe extrem positiv, sagte Fretes der Zeitung "Ultima Hora", nachdem er den Spieler in der Klinik in Mexiko mehrfach besuchte hatte. Er werde Paraguays Coach Gerardo Martino empfehlen, den Spieler im Kader zu behalten, meinte der Arzt. Der Stürmer habe eine erstaunliche mentale und körperliche Stärke bewiesen. Er solle nun in Mexiko oder den USA einer Neurorehabilitation unterzogen werden.
Kugel noch nicht aus dem Kopf entfernt
Die Genesung von Cabanas wurde von Chefarzt Ernesto Martinez als Wunder bezeichnet. Ein Kopfschuss bedeute in der Regel den sicheren Tod. Die Folgen des Anschlags seien aber noch nicht abzuschätzen und der Zustand des Patienten noch als ernst zu betrachten, zumal die Kugel im Kopf des Spielers noch nicht entfernt wurde, sagte er.
Cabanas war 2007 und 2008 erfolgreichster Torjäger in der Copa Libertadores, der südamerikanischen Champions League. Der 45-fache Nationalspieler (zehn Tore) gehörte bei der WM 2006 zum Kader Paraguays, kam aber nicht zum Einsatz. Für Südafrika galt er nach guten Leistungen in der WM-Qualifikation als großer Hoffnungsträger.
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