06.12.2018 13:07 |

„Brand aus“

Großfeuer in Dachstuhl hielt Einsatzkräfte in Atem

Nach dem Feuer auf dem Gelände der ehemaligen k.u.k.-Konservenfabrik im burgenländischen Bruckneudorf haben die Helfer der Feuerwehr Donnerstagfrüh noch immer alle Hände voll zu tun gehabt. Zwölf Feuerwehren standen wegen Nachlöscharbeiten im Einsatz. Gegen Mittag hieß es dann seitens der Helfer endlich: „Brand aus“, die Lage entspannte sich. Das Feuer war am Mittwoch auf dem Dach des Gebäudes ausgebrochen, Verletzte gab es nicht zu beklagen.

„Aktuell sind zwölf Feuerwehren - neun aus dem Burgenland und drei aus Niederösterreich - mit den Löscharbeiten beschäftigt“, so ein Sprecher der Landessicherheitszentrale Burgenland am Donnerstagvormittag. Bezüglich der möglichen Brandursache gab es bereits erste Vermutungen: So stand im Raum, dass das Feuer bei Schweißarbeiten, die am Dach durchgeführt worden waren, ausgebrochen sein könnte. Bis Klarheit herrscht, wird es allerdings noch etwas dauern: „Die Brandermittler müssen warten, bis Brand aus gegeben wurde und ein gesicherter Zutritt möglich ist“, sagte Polizeisprecher Jürgen Mayer.

Gegen Mittag waren die Nachlöscharbeiten nahezu abgeschlossen. „Grundsätzlich ist ,Brand aus‘“, berichtete Bezirksfeuerwehrkommandant Ronald Szankovich. Sechs Feuerwehren mit 45 Einsatzkräften waren weiterhin an Ort und Stelle. Ein Teil der Mannschaften bereitete sich aufs Abrücken vor. Im Laufe des Tages sollten noch Messungen erfolgen, bevor die evakuierten Wohnungen wieder betreten werden können.

„Innenangriff war nicht möglich“
„Besonders schwierig war, dass man nur von oben löschen konnte und dass ein Innenangriff nicht möglich war“, erläuterte Szankovich die Tücken des Löscheinsatzes. Das Gebäude sei an die 125 Jahre alt, neben Holz sei damals auch Teer verwendet worden. Dieses sei durch die Hitze heruntergetropft. Deswegen habe man das Dach aufschneiden müssen, um zum Brandherd vordringen zu können. Die Dachkonstruktion sei teilweise komplett abgetragen. Mit dem Ende der Löscharbeiten sind nun die Brandermittler am Zug. Beamte des Landeskriminalamtes seien bereits an Ort und Stelle, ebenso Bausachverständige und ein Statiker, so Szankovich.

Rund 160 Feuerwehrleute von 17 Feuerwehren aus dem Burgenland und dem benachbarten Niederösterreich waren am Mittwochabend mit den Löscharbeiten beschäftigt gewesen. Diese gestalteten sich aufgrund der Dachkonstruktion des Gebäudes schwierig. Zum Einsatz kamen auch vier Hubrettungsgeräte - also Drehleitern bzw. Hubsteiger. Wohnhaus und Supermarkt wurden evakuiert bzw. geräumt, Gas- und Stromleitungen aus Sicherheitsgründen im Umkreis abgedreht.

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