„Connect“-Netztest

Mobilfunker im Vergleich: Wer hat das beste Netz?

Digital
04.12.2018 14:34

Jedes Jahr küren das Mobilfunkmagazin „Connect“ und die Messfirma P3 den besten Mobilfunker Österreichs. Und heuer gibt es eine Überraschung an der Spitze: Der Vorjahrssieger A1 verliert seine Spitzenposition an T-Mobile. Die Deutsche-Telekom-Tochter hat es innerhalb eines Jahres geschafft, sich vom dritten auf den ersten Platz hoch zu kämpfen.

Generell sei man als österreichischer Mobilfunkkunde schon recht privilegiert, so der Befund des deutschen Mobilfunkmagazins im neuen Netztest. Hierzulande seien nämlich die Preise niedrig wie in wenigen anderen Ländern Europas, gleichzeitig seien die Netze bei allen Mobilfunkern gut ausgebaut.

Für den Vergleichstest haben das Magazin und die Messspezialisten sogenannte Drive- und Walk-Tests durchgeführt, sind also per pedes oder mit dem Auto durch Österreich gereist und haben dabei die gegebene Netzqualität überprüft. Außerdem wurde per Crowdsourcing erhoben, wie gut die Österreicher mit Sprach- und Datendiensten versorgt sind. Die endgültige Bewertung setzt sich aus den gewichteten Teilergebnissen zusammen, wobei der Faktor Sprachtelefonie zu 40 und die mobile Datenversorgung zu 60 Prozent einfließen.

(Bild: APA/AFP/dpa/OLIVER BERG)

T-Mobile springt vom dritten auf den ersten Platz
Knapper Sieger 2018 ist der Mobilfunker T-Mobile, der sich insbesondere im Bereich der Sprachtelefonie gegenüber dem Vorjahr stark verbessert hat und dadurch vom dritten auf den ersten Rang klettern konnte. In Zahlen gesprochen, bekommt die Deutsche-Telekom-Tochter von „Connect“ die Bewertung 1,2 für ihr Netz. Das Entspricht der Schulnote „Sehr gut“.

Ebenfalls „Sehr gut“ und nur knapp hinter T-Mobile kommt die A1 Telekom im Netztest zu liegen. Mit einer Bewertung von rund 1,2 reiht sich die heute mehrheitlich in mexikanischer Hand befindliche Telekom am zweiten Platz ein. A1 liegt zwar sowohl in den Kategorien Sprache und Daten hinter T-Mobile, in kleineren Städten übertrumpft A1 den Rivalen aber bisweilen auch.

(Bild: APA/Herbert Neubauer)

Drittplatzierter Drei immer noch „Sehr gut“
Immer noch „Sehr gut“, wenn auch nur mit Schulnote 1,4, wird im neuen Netztest der Mobilfunker Drei bewertet. Hier zeige sich gegenüber dem Vorjahr eine Verbesserung bei der Sprachtelefonie, die allerdings mit einer Verschlechterung beim Datentransfer einhergeht. Das Gesamtergebnis liegt knapp unter der Vorjahresbewertung, im internationalen Vergleich aber immer noch auf hohem Niveau.

Interessante Detailergebnisse: Bei den ermittelten Downloadraten hatte A1 öfters die Nase vorn und auch Drei konnte sich hier bisweilen von T-Mobile absetzen. Der Rivale glänzt indes bei der Upload-Geschwindigkeit und einer guten Datenverbindung entlang der wichtigsten Bahnstrecken. Dabei hält T-Mobile hier lediglich das Vorjahresergebnis, während die Rivalen im Zug deutlich zurückfallen. Grund hierfür könnte den Studienautoren zufolge sein, dass das Mobilfunknetz als Backbone für das immer häufiger angebotene WLAN im Zug genutzt wird.

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