Zwei Siege, ein zweiter Platz. So gut hat es für Österreichs Ski-Herren im Weltcup nach den ersten drei Rennen seit 13 Jahren nicht mehr ausgesehen! Seit der Saison 2005/06. Damals waren in den letzten Jahren des sogenannten „Wunderteams“ noch Kapazunder wie Hermann Maier, Benjamin Raich, Mario Matt, Fritz Strobl oder Michael Walchhofer unterwegs.
Kein Wunder, dass Rot-Weiß-Rot jetzt mit breiter Brust in Beaver Creek gelandet ist. Wo heute das erste Abfahrts-Training auf der legendären „Raubvogelpiste“ auf dem Programm steht. Wo Österreichs Speed-Herren im Super-G traditionell eine Macht sind (im Vorjahr gewann Vincent Kriechmayr), in der Abfahrt allerdings seit 2007 (Michael Walchhofer) sieglos sind! Dieser Truppe rund um Lake-Louise-Sieger Max Franz, Kriechmayr, Matthias Mayer oder Hannes Reichelt ist jetzt wirklich alles zuzutrauen, auch das Ende dieser zehnjährigen Durststrecke. Genauso wie den Technikern mit Marcel Hirscher oder Manuel Feller im Riesentorlauf. Die gestern erstmals in Vail trainiert haben.
Überall breit aufgestellt
Das nimmt auch Chefcoach Andreas Puelacher zufrieden zur Kenntnis. „Es gefällt mir, wie gearbeitet wird“, sagt der Tiroler, der gerade sein fünftes Jahr, also eine echte Jubiläumssaison als Österreichs Herren-Boss bestreitet. „Wenn du fünf Jahre bleibst, dann hast du auch etwas richtig gemacht.“ Nachsatz mit Augenzwinkern: „Das ist ja so, wie wenn du fünf Jahre als Trainer vom weißen Ballett von Real Madrid überstehst.“
Sein Ziel beim Antritt 2014 war: „Ich wollte, dass sich die Mannschaft verjüngt, entwickelt. Und wir in allen Disziplinen breit aufgestellt sind. Und da ist viel weitergegangen.“ Genauso wie im körperlichen, konditionellen Bereich, wo zuletzt besonders die Hebel angesetzt wurden. „Wir sind auf einem guten Weg. Man muss sich keine Sorgen um die Zukunft machen!“ Das gilt bestimmt auch für die kommenden Tage auf der „Raubvogelpiste“!
Alex Hofstetter/Beaver Creek, Kronen Zeitung
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