Mi, 19. September 2018

Matchfieber steigt

16.09.2018 08:45

Derby: Brasilo-Waffen und „Tage des Donners“!

 Mit Venuto und Ewandro hat Austria zwei „Zauberer“ im Talon. Einer in der Startelf? Rapid bläst im Derby zur Attacke, ist aber seit 2014 gegen die Austria in Hütteldorf sieglos. Schwab: „Ich will, dass das Stadion kopfsteht.“ 

Austria-Trainer Thomas Letsch ließ im Vorfeld die Katze nicht aus dem Sack, bei Taktik und Personal soll der Gegner rätseln. Auf jeden Fall hat er mit Lucas Henrique Ferreira Venuto (23) und Ewandro Felipe de Lima Costa (22) zwei brasilianische Offensiv-Waffen im Talon, möglich, dass einer der beiden violetten „Zauberer“ auch beginnt. Sicher nicht Ewandro (im Bild unten rechts), der erst seit knapp zwei Wochen mit der Mannschaft trainiert, vor der Länderspielpause bei den Young Violets den Siegestreffer in Klagenfurt erzielt hatte: „Aber im Kader ist er auf jeden Fall“, so Letsch. Als Joker.

Das war bisher in der Liga auch Venuto immer: Viermal eingewechselt, einmal 90 Minuten auf der Bank, einmal musste er auf der Tribüne Platz nehmen. Wenn er kam, zeigte er als Joker immer auf, bei den beiden 2:1-Heimsiegen gegen Innsbruck und Mattersburg (jeweils nach 0:1-Rückstand) war er an der Wende beteiligt. Im Derby könnte ihm erstmals die Startelf-Stunde schlagen.

Wie Tom Cruise
„Wir werden alles raushauen, in uns steckt nach der Pause so viel Energie, in uns knistert es“, posaunt Kapitän Schwab. Mit dem Derby beginnen heute Rapids „Tage des Donners“. Ähnlich wie Tom Cruise, der im alten US-Kinohit vom Crash- zum Siegpiloten raste, will jetzt auch Grün-Weiß in der Liga auf die Überholspur abbiegen. „Es kommen fünf geile Partien in 13 Tagen“, sagt Trainer Djuricin. Und warnt davor, auch schon an Spartak Moskau oder Salzburg, die nächsten Gegner, zu denken. „Sonst machen wir uns verrückt.“ Nur heute, die Austria zählt.  Gegen die Rapid letzte Saison nie verlor (drei Siege, zwei Remis), daher sagt Djuricin: „Für die Psyche gut, das ist vielleicht im Hinterkopf.“

Zumal man die Austria auch unter Letsch schon mit 4:0 zerlegte. Aber: In Hütteldorf wartet Rapid schon seit viereinhalb Jahren auf einen Sieg. „Das Gefühl kenn ich nicht, ich will erleben, dass das ganze Stadion kopfsteht“, so Schwab. Denn vom 3:1 im Jahr 2014 (siehe Bilanz) sind nur noch Max Hofmann und Sonnleitner („Das ist 1000:1 im Vergleich zum Happel-Stadion“) dabei. Und Murg. Aber der spielte da noch für die Austria, erinnert sich eher ungern zurück: "Mit mir wurde damals vom Klub ja nicht fair umgegangen.“

Mut und Selbstvertrauen
Umso mehr versichert er auch, Rapids neue Legionäre (Barac, Ivan, Pavlovic) heute einzuschwören: “Jeder wird wissen, was das bedeutet. Wir sind das bessere Team.„ Wobei alle in Hütteldorf Respekt zeigen, eine offensive Austria erwarten - Schwab: “Sie haben sich um 180 Grad gedreht, jetzt ein anderes Gesicht.„ Umso mehr fordert Djuricin “Mut und Selbstvertrauen. Wir sind den Fans einen Derby-Heimsieg schuldig."

Peter Klöbl, Rainer Bortenschlager, Kronen Zeitung

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