Vonlanthen stand, obwohl von einem Muskelfaserriss wieder genesen und eigentlich eine Fixgröße bei Zürich, Dienstag in der Champions League gegen Milan nicht in der Startelf. Trainer Bernard Challandes gab sich bei diesem Thema wortkarg: "Dazu will ich mich nicht äußern", ein "das ist eine private Angelegenheit" ließ er sich dann aber doch entlocken.
Wilde Spekulationen der Schweizer Medien
Da der 23-Jährige zu den Spekulationen lange schwieg, wurden die Gerüchte immer haarsträubender: Depressionen sagten die einen (und dachten dabei unwillkürlich an den tragischen Selbstmord des deutschen Tormanns Robert Enke), religiöse Gründe die anderen. Laut "Aargauer Zeitung" soll Vonlanthen vor ein paar Wochen zum jüdischen Glauben übergetreten sein und sich seit damals sehr verändert haben. Schon in Salzburg hatte er als ein sehr religiöser Mensch, der vor Spielen betet und Gott dankt, gegolten.
Persönliche Probleme
Am Mittwochabend dann die Flucht nach vorne: Per offizieller Aussendung seines Arbeitgebers FC Zürich ließ Vonlanthen verkünden: "Ich stand zu keinem Zeitpunkt vor einem Rücktritt." Der 23-Jährige gab jedoch auch an: "Im Moment beschäftigen mich persönliche Probleme. Dadurch waren meine Trainingsleistungen in den letzten Tagen ungenügend." Die Gerüchte um seine religiöse Einstellung wies er jedenfalls scharf zurück: "Ebenfalls dementiere ich die Aussagen, wonach ich zum jüdischen Glauben übergetreten sein soll. Einer evangelischen Freikirche bin ich ebenfalls nicht beigetreten. Ich respektiere jede Meinung, jeden Glauben und jede Religion."
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