Fokus auf Washington

Ivanka Trump gibt ihre Modemarke auf

Ausland
24.07.2018 21:32

US-Präsidententochter Ivanka Trump hat die Einstellung ihrer gleichnamigen Modemarke angekündigt. Auf absehbare Zeit wolle sie sich auf ihre Arbeit in Washington konzentrieren, kündigte die 36-Jährige am Dienstag an. Sie wisse auch nicht, ob sie zum Modebusiness „jemals zurückkehren“ werde. Die Tochter von Donald Trump ist seit April 2017 als offizielle Beraterin im Weißen Haus tätig. In einem Statement erklärte Ivanka, dass die Schließung „der einzig faire Ausgang für mein Team und meine Partner“ sei.

Die Modefirma von Ivanka Trump hatte während des Wahlkampfs 2016 einen Höhenflug erlebt, nach dem Wahlsieg ihres Vaters geriet das Label für Kleidung, Schuhe, Handtaschen und Schmuck jedoch in Schwierigkeiten. Es gab damals Boykottaufrufe von Gegnern des neuen Präsidenten. Zahlreiche Geschäfte nahmen die Kollektion der Trump-Tochter im Laufe der Zeit aus ihrem Sortiment.

(Bild: AFP )
(Bild: 2017 Getty Images)

Darunter war etwa die weitverbreitete US-Kaufhauskette Nordstrom. Auch der kanadische Handelsriese Hudson‘s Bay Company (HBC) kündigte kürzlich an, keine Ivanka-Trump-Produkte mehr führen zu wollen. Wie schon Nordstrom begründete auch HBC dies ausschließlich mit schlechten Absatzzahlen.

(Bild: 2017 Getty Images)

Ivanka Trump hatte sich nach dem Wahlsieg ihres Vaters aus der operativen Leitung ihrer Firma zurückgezogen, blieb aber die Besitzerin. Deswegen sah sie sich immer wieder mit dem Vorwurf von Interessenskonflikten konfrontiert.

(Bild: 2017 Getty Images)

Der Präsident gab kurz nach seinem Amtsantritt selbst solchen Vorwürfen Nahrung, indem er sich über die „unfaire“ Behandlung seiner Tochter durch Nordstrom beschwerte. Auch Präsidentenberaterin Kellyanne Conway trug ihren Teil bei, indem sie in einem Fernsehinterview zum Kauf von Ivanka-Trump-Produkten aufrief - was Proteste der US-Ethikbehörde auslöste.

Die 18 Angestellten der Firma seien bereits informiert worden, dass das Geschäft eingestellt werde, schrieb das „Wall Street Journal“ am Dienstag.

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