AK kämpfte:

Mitarbeiter 6700 Euro zu wenig Lohn ausbezahlt

Oberösterreich
23.07.2018 05:30
Porträt von krone.at
Von krone.at

Hartnäckigkeit zahlt sich aus, das zeigt ein aktueller Vorfall in Linz: Dort bekam der Mitarbeiter eines Handyshops eineinhalb Jahre lang zu wenig Lohn und wurde nach der Kündigung vom Chef noch des Diebstahls bezichtigt. Die AK OÖ nahm sich des Falles an und erkämpfte 6700 Euro Nachzahlung für das Opfer.

Dass man zu seinem ausstehenden Geld auch wirklich kommt, kann oft zu einer wahren Tortur ausarten. Der technische Angestellte eines Linzer Handyshops kann davon ein Lied singen. Sein Lohn tröpfelte bei ihm nur unpünktlich oder unvollständig ein, dann verlor er seinen Job und sein Chef bezahlte ihm weder das offene Gehalt noch die Beendigungsansprüche.

Dazu AK-Präsident Johann Kalliauer: „Da rackern sich die Arbeitnehmer für die Firmen ab und müssen als Dank dafür ihrem Geld noch hinterherschauen.“

Des Diebstahls bezichtigt
Als die AK dann vom Chef des Handyshops die offenen Ansprüche für den Angestellten einforderte, reagierte dieser mit einer Strafanzeige und unterstellte seinem Mitarbeiter Diebstahl, Betrug und Erpressung! Alles erwies sich als haltlos, worauf die AK eine Klage einbrachte und Erfolg hatte: Der Arbeitgeber wurde in zweiter Instanz rechtskräftig verurteilt und nach drei Jahren und der Firmenpleite erhielt der Angestellte über den Insolvenzfonds nun seine 6700 Euro.

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