05.07.2018 06:00 |

Verletzungsgefahr

Das kann ins Auge gehen!

Durch Werkzeuge, Stöcke, Pfeile, Glassplitter erleiden Kinder und Jugendliche immer wieder schwere Verletzungen der Sehwerkzeuge. Risiken werden oft unterschätzt, wie der Verein „Große schützen Kleine“ und die Universitäts-Augenklinik Graz betonen. Besonders Buben sind gefährdet.

Oft müssen  die jungen Patienten danach mit einer deutlich verminderten Sehkraft - in 16 Prozent der Fälle sogar bis zum Erblinden - leben. „Zu den direkten Folgen zählen außerdem Infektionen, zu den Spätkomplikationen Augenfehlstellungen sowie ein erhöhtes Risiko für Netzhautablösung, Glaukom (grüner Star) oder Katarakt (grauer Star),“ erklärt Univ.-Prof. Dr. Andreas Wedrich, Vorstand der Universitäts-Augenklinik Graz.  Am häufigsten entstehen Verletzungen durch Fremdkörper, die ins Auge ein und wieder austreten (73 %), bei sechs Prozent der Fälle durch einen stumpfen Schlag.

Wichtigste Sicherheitsmaßnahme stellt daher  eine gut sitzende Schutzbrille dar - dies unabhängig vom Alter. Ebenso ist es entscheidend, Kindern den richtigen Umgang mit Gefahrenquellen näherzubringen, bekräftigen die Experten. Die Kleinen haben einen großen Entdeckerdrang. Hält man sie von sämtlichen potentiell gefährlichen Dingen und Tätigkeiten fern, wird der Reiz, diese heimlich auszuprobieren immer größer. „Besprechen Sie mit Ihren Sprösslingen was an diesen Dingen gefährlich werden kann und legen Sie einleuchtende Verhaltensregeln fest. Dazu zählen u.a., dass sie Messer und Scheren immer nach unten halten, nicht damit laufen sollen und dass man auch beim Spielen niemals auf das Gesicht zielen darf,“ rät Univ.-Prof. Dr. Holger Till, Präsident des Vereins „Große schützen Kleine“ und Vorstand der Grazer Univ.- Klinik für Kinder- und Jugendchirurgie. Er appieliert  auch an die Eltern: „Als Erwachsener haben Sie eine starke Vorbildwirkung! Tragen Sie selbst keine Schutzbrille, wird auch der Nachwuchs eher auf diese verzichten.“

Regina Modl, Kronen Zeitung

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