Proteste fruchten

Neue Erfolge für Studenten an der Grazer Uni

Steiermark
25.11.2009 11:31
Gute Stimmung herrscht unter den Besetzern der Vorklinik-Hörsäle der Uni Graz nach einem Gespräch mit dem Rektorat. Wie ein Sprecher von "UniGrazgehoertuns" schilderte, seien die Gespräche am Dienstag konstruktiv verlaufen und Lösungen der dringendsten Probleme der Studierenden auf Schiene gebracht worden. Am "Echten Bildungsdialog" am Mittwoch in Wien sind die protestierenden Studierenden aus Graz mit rund 30 Personen vertreten.

"In Graz haben wir die österreichweit fast einzigartige Situation, dass gemeinsam - Studierende und Rektorat - an der Lösung der dringendsten Probleme der Uni konstruktiv gearbeitet wird", so Hörsaalbesetzer Valentin Stigler.

Kurse sollen aufgestockt werden
Konkret wurde dem Rektorat eine umfangreiche Liste mit überbuchten Lehrveranstaltungen übergeben, die nun als Basis für die Behebung der Probleme im Lehrbetrieb verwendet werden soll. Rektor Alfred Gutschelhofer hat bereits vor zwei Wochen angekündigt, durch die Umschichtung von Budgetmitteln und Fokussierung der Reserven in den nächsten drei Jahren insgesamt 1,5 Millionen Euro für die Aufstockung der Kurse zur Verfügung zu stellen. "Weitere Gespräche wird es in dieser Woche geben", so Stigler.

Arbeitsgemeinschaft zum Thema Uni-Bibliothek
Vonseiten des Rektorates hieß es auch, dass auf Bitte der Studierenden hin eine Arbeitsgemeinschaft zum Thema Universitätsbibliothek gegründet werde. Weiters sei grünes Licht gegeben worden, dass eine Evaluierung der Prüfungen mit Durchfallsraten von mehr als 70 Prozent in Angriff genommen wird. Der Rektor hat auch versichert, dass es in der Zeit seines Rektorates (bis 2011) keine Beschränkung der Master-Studien geben werde.

Hader kommt am Donnerstag
Die Besetzung der drei Vorklinik-Hörsäle wird dennoch weitergeführt: "Zur Beendigung der Besetzung bräuchte es einen Beschluss der absoluten Mehrheit, der zurzeit sicherlich nicht erreicht werden würde", so Stigler. Auch ist man nicht zu einer Aufgabe nur eines Hörsaales bereit. "In den besetzten Hörsälen treffen sich regelmäßig an die 20 Arbeitsgruppen. Jede Gruppe besteht aus mindestens fünf Personen", so Stigler. Zu den täglichen Vollversammlungen kommen rund 20 bis 30 Personen. Einen vollen Hörsaal erhoffen sich die Organisatoren am Donnerstagnachmittag, wenn Kabarettist Josef Hader für rund eine Stunde live (ab 16 Uhr) auftreten wird.

Zum "Echten Bildungsdialog", der Gegenveranstaltung zum von Wissenschaftsminister Johannes Hahn initiierten "Dialog Hochschulpartnerschaft", war Mittwoch früh ein Bus mit 30 Personen von der Unversität Graz und TU Graz unterwegs.

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