Fr, 17. August 2018

Markus Achleitner

14.06.2018 19:40

Neuer Landesrat: „Politik ist kein Beauty-Contest“

Markus Achleitner (49) hängt seinen Job als Eurothermen-Generaldirektor an den Nägel und springt - wie bereits berichtet - in das raue Becken der Politik. Übernimmt ab Dezember von Michael Strugl (wechselt zum Verbund) das Standort-Ressort mit Ausnamhe der Finanzen und wird Landesrat. Im Interview mit „Krone“ macht der 49-Jährige bereits jetzt ganz klare Ansagen und verrät, wie die Familie über seinen neuen Job denkt.

Als Quereinsteiger will Markus Achleitner für neuen Schwung in Oberösterreichs Politik sorgen. In der „Krone“ spricht der 49-jährige Eurothermen-General bereits vor seinem Amstantritt als ÖVP-Landesrat im Dezember Klartext. 

„Krone“: Ihre Herangehensweise ab Dezember?
Markus Achleitner: Ein bisschen durchlüften. Für die Politik gilt das gleiche wie in einem Unternehmen, es ist kein Beauty-Contest. Es geht darum verantwortungsvoll die richtigen Entscheidungen zu treffen.

„Krone“: Die drei wichtigsten Themen für Sie als zukünftiger Landesrat?
Markus Achleitner: Partner der Wirtschaft und Industrie sein, als Praktiker Sichtweisen in die Politik einbrigen und Ergebnisse liefern.

„Krone“: Manchmal hat man das Gefühl, dass die Politik die Menschen gar nicht versteht. Ihre Meinung?
Markus Achleitner: Sie versteht die Menschen, ich habe auch den Eindruck, dass quer durch die Parteien die Analyse sehr ähnlich ist. Nur wird in der Politik oft aus verschiedenen Zwängen das Tempo verlangsamt. Ich bin aber der Ansicht, dass Politik über die Parteigrenzen hinaus ein Wettbewerb der besten Ideen sollte.

„Krone“: Für Sie geht es von der vermeintlich angenehmen Thermenlandschaft auf das raue Parkett der Politik. Sicher keine einfach Umstellung?
Markus Achleitner: Ein Unternehmen mit 850 Mitarbeitern wie die Eurothermen, ist für die Gäste eine Wohlfühloase, aber kein Betrieb der problemlos läuft.

„Krone“: Wie reagiert die Familie auf die zukünftige Aufgabe?
Markus Achleitner:  Meine Frau Silke hat mir wie immer den Rücken gestärkt, mir erklärt, dass ich mich bisher in puncto Heimpräsenz durch Qualität und nicht Quantität ausgezeichnet habe - und das wird sich auch in Zukunft nicht ändern. Meine Söhne Michael und Matthias meinten, „voi cool, Papa“.

Andi Schwantner/Kronen Zeitung

Das komplette Interview mit dem zukünftigen Landesrat Markus Achleitner in der Freitag-Ausgabe der „OÖ-Krone“.

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