Das Kyoto-Ziel bedeutet für Österreich, dass im Durchschnitt über die Jahre von 2008 bis 2012 nur 69 Millionen Tonnen Treibhausgase emittiert werden dürfen. Im Jahr 2007 hat Österreich aber 88 Millionen Tonnen CO2 produziert Das sind um 19 Millionen Tonnen zu viel. Davon entfallen laut Georg Willi, dem Klubobmann der Grünen im Landtag, zwei Millionen auf Tirol. "Die Abweichung vom Kyoto-Ziel kostet viel Geld. Abgerechnet wird im Jahr 2012. Experten rechnen mit Strafzahlungen von bis zu 1,3 Milliarden Euro", zeigt Willi auf.
Alternativen zum drohenden Millionendesaster
Doch damit nicht genug: Schon jetzt belastet der Klimaschutz das Budget. Bis 2012 gibt Österreich 513 Millionen Euro für den Zukauf von Emissionsrechten für CO2 aus. Die Grünen wollen diesen Zustand ändern. "Das Land Tirol muss jetzt die 100 Millionen Euro, die als Strafe drohen, in den Klimaschutz investieren und damit den CO2-Ausstoß senken.
Das bedeutet: Investitionshilfen für alle, die Häuser wärmedämmen, Fenster austauschen, Heizungen auf erneuerbare Energie umstellen, Warmwasser mit Hilfe der Sonne erzeugen oder die Erdwärme nutzen. Das bedeutet aber auch weniger Auto und mehr Bahn, Bus oder Fahrrad. Das geht, wenn man die richtigen Anreize setzt", zeigt der grüne Klubchef Alternativen zum drohenden Millionendesaster auf. Und das wäre, so Willi, nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch für die Tiroler Arbeitsplätze.
von Markus Gassler, Tiroler Krone








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